Abitur Aufgabenstellung 1

Hinweise und Material
Buch

Der erste Aufgabentyp ("Werkvergleich") bezieht sich auf die drei Pflichtlektüren. Einem Werk wird ein Textauszug (Referenztext) entnommen, der zunächst analysiert und interpretiert werden soll. Die Aufgabenstellung lautet meist folgendermaßen: Interpretieren Sie den Textauszug im Kontext der vorangegangenen Handlung. Die zweite Arbeitsanweisung verlangt die Einbeziehung einer weiteren Pflichtlektüre in den Aufsatz.

Unterrichtsmaterial

Arbeitsblatt zur Erarbeitung der beiden Aufgabenvarianten anhand des Vergleichsaspekts "Außenseitertum" (Vergleich: Faust / Haller), sowie drei Seiten mit Hinweisen für die Lehrkraft.

Die Präsentation erklärt die beiden Aufgabenvarianten des Werkvergleichs mit Außentext und visualisiert die unterschiedlichen Möglichkeiten des Aufbaus eines Werkvergleichs (Blockmodell und Aspektmodell). Passend zur Präsentation gibt es eine Tischvorlage für die Lernenden.

Hinweise zum neuen Aufgabenformat I 

Die Aufgabenstellung ist weiterhin zweiteilig:

  1. Interpretation eines Auszugs aus einer der drei Pflichtlektüren.
  2. Werkvergleich: Vergleich von nur noch zwei Pflichtlektüren.

Der Schwerpunkt der Aufgabenstellung liegt wie gehabt auf Teilaufgabe 2.

Der Vergleich kann weiterhin aspektorientiert (Aspektmodell) oder werkorientiert (Blockmodell) aufgebaut sein.

Veränderungen bei Teilaufgabe 2

  • Nur noch zwei Werke werden miteinander verglichen

  • Die Aufgabenstellung wird um einen Außentext erweitert, der der Teilaufgabe vorangestellt wird. Er soll zur Orientierung dienen und Impulse für die vergleichende Betrachtung liefern und zugleich den Vergleich vertiefen, indem er ein Reflexionsangebot macht bzw. neue Deutungsperspektiven ermöglicht.
    Als Außentexte kommen in der Regel kurze Sachtexte (ca. 15-125 Wörter) vor allem philosophischer und literaturwissenschaftlicher Provenienz infrage. Dazu gehören u. a. auch Statements von Autoren und aphoristisch zugespitzte Zitate von sehr geringem Umfang. Der Außentext muss so gestaltet sein, dass er keinen eigenen Arbeitsgang (im Sinne einer Zusammenfassung oder Erläuterung) erfordert, sondern sich möglichst unmittelbar erschließt und ohne größere Vorarbeiten in den Werkvergleich eingebracht werden kann.“ (Dr. Martin Brück, RP Stuttgart, 2016).

  • Je nach Arbeitsanweisung steht der Außentext entweder im Zentrum des Vergleichs oder wird lediglich als weiterer Aspekt für den Vergleich herangezogen. Steht er im Zentrum, bildet der Außentext den durchgehenden Bezugspunkt und enthält den zentralen Vergleichsaspekt. Oder er ergänzt lediglich die Vergleichsaufgabe und wird nur an geeigneten Stellen herangezogen.

Weitere Ausführungen, Beispielaufgaben mit Musterlösungen sowie Erläuterungen zu den verschiedenen Varianten des Vergleichs mit Außentext  finden sie hier (veröffentlicht auf den Seiten des Seminars Heidelberg).