Sozialpädagogik

Gartenland in Kinderhand

"Gartenland in Kinderhand"

- ein Garten für die Kindertagesstätte "Schneckenhäusle"
in Steinheim am Albuch
gefördert von der Landesstiftung Baden-Württemberg

Entstehungsgeschichte Kühe sind lila und Erdbeeren werden in der Fabrik gefertigt. (Seite 1)

Kinder wachsen heute in einer Welt auf, in der sie Lebensmittel häufig nur noch als portionsgerecht verpackte Einheiten in Supermarktregalen kennenlernen.
Wo Lebensmittel wachsen und wie sie verarbeitet werden, bevor sie in die heimische Küche gelangen, erfahren viele Kinder erst in der Schule.
Viele Kindergartenkinder haben noch nie ein Radieschen oder eine Sonnenblume gepflanzt, hatten noch nie die Gelegenheit, eine Tomate direkt vom Strauch zu pflücken und zu essen.
Die Entfremdung von unseren Nutzpflanzen ist inzwischen so weit fortgeschritten, dass auch viele Erwachsene nicht mehr wissen, wie Salat blüht. Mit dem Wissen über die Artenvielfalt verschwindet aber auch das Verständnis für unsere Landschaft, die untrennbar mit der Lebensmittelproduktion verbunden ist.
  Ladenregal
Obst- und Gemüsetheke   Der Verlust von Wissen über unsere heimische Flora und Fauna ist ein kultureller Verlust.

Um diesem Trend entgegenzuwirken, hat die Stiftung Kinderland Baden-Württemberg im Herbst 2009 das Programm "Gartenland in Kinderhand – Ein Garten für die Kita" ins Leben gerufen. Gesund Essen macht Spaß und bringt Genuss! Dies mit allen Sinnen zu erfahren und dabei auch Kompetenzen im Umgang mit Lebensmitteln zu entwickeln, ist das Ziel des Programms, das sich an alle Tageseinrichtungen für Kinder in Baden-Württemberg richtet.

Ein Kinderland schaffen – das gelingt ganz wunderbar mit einem Stück Gartenland, das gemeinsam mit den Kindern gestaltet, bepflanzt und gepflegt wird. Dazu hat die Stiftung Kinderland Baden-Württemberg Kindertageseinrichtungen eine Anschubfinanzierung von jeweils 1.000 Euro zur Verfügung gestellt.
Textquelle: Sinngemäßer Auszug aus der Homepage der Landesstiftung Baden-Württemberg

Diese Konzeption gefiel den Veranstwortliche sehr gut. Sie nahmen deshalb im Juli 2012 Fühlung mit der Landesstiftung auf. Nach dem Vertragsabschluss für das Projekt fanden im Sommer erste Gespräche zwischen dem Träger und dem ortsansässigen Obst- und Gartenbauverein statt. In späteren Projekten werden nach der Bauphase gemeinsame Aktionen in Erwägung gezogen.

In einer ersten Planungsphase wurden im September die Eltern im Rahmen eines Elternabends über das Projekt informiert und zur tatkräftigen Unterstützung aufgefordert. In einem Elternbrief im Oktober kam diese Information nochmals in schriftlicher Form allen Eltern zu.

So nahm das Kinderhaus Schneckenhäusle die obenstehenden Impulse auf und setzte sie schrittweise in einem “Stück Gartenland“ um.

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