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2. Station: Sokrates

Sokrates (469 - 399 v. Chr.) war Athener und diskutierte mit seinen Schülern über Götter, Welt und richtiges Handeln. Vielleicht hatte Sokrates in seiner Jugend bei dem Naturphilosophen Anaxagoras studiert, auf jeden Fall aber ließen sich für ihn Naturerscheinungen vernünftig und logisch erklären. Er stand in der Tradition des Thales, Anaximander und Anaximenes. Einem festen Beruf ging Sokrates nicht nach, er lehrte unentgeltlich. Seine Frau Xanthippe vernachlässigte er, seine Lehrtätigkeit und seine Schüler waren ihm wichtiger. Sein wichtigster Schüler war Platon, der später, an seinen Lehrer anknüpfend, eine eigene Philosophie schuf.

Sokrates' eigentliche Leistung bestand in seiner Methode des systematischen Zweifels bzw. des systematischen Nachfragens gegenüber sich selbst, den Mitmenschen und allen Dingen. Damit wollte er die Menschen verunsichern und sie zum Nachdenken anregen. Seine Fragetechnik nennt sich Maieutik (gr.: Geburtshilfe). Dafür haben ihn manche in ihrer Wut gar geschlagen.

Dem moralischen Relativismus der Sophisten suchte er entgegenzuwirken. Seine Staatstheorie war aristokratisch-antidemokratisch (aristoi = griech. die Besten). Als die Demokratie in Athen erneut siegte, wurde Sokrates der Gottlosigkeit und der Verführung der Jugend angeklagt und zum Tode verurteilt. Heiter trank er den Schierlingsbecher (Schierling ist eine giftige Pflanze) und lehnte es ab, sich der Todesstrafe durch Flucht zu entziehen, obwohl er Gelegenheit hierzu gehabt hätte.

Aufgaben zu Sokrates:

1. Erkläre den Unterschied zwischen Sokrates und den Sophisten.

2. Erläutere, worin Sokrates' Bedeutung besteht.

3. Formuliere eine fiktive Anklagerede gegen Sokrates vor dessen Prozess. Formuliere eine Antwort eines fiktiven Verteidigers des Sokrates.

(Anmerkung: Der ganze Text lehnt sich an die im Text zitierten Autoren an.)


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