Der „Global Compact for Migration“ - Der UN-Migrationspakt

Recht
Bild: Pixabay.de, CC-0

Einsatz: Ab Klasse 10

Umfang: 1-2 Schulstunden

Schulart: Gemeinschaftsschule, Realschule, Gymnasium

 

2016 verabschiedeten 192 von 193 Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen, ausgenommen der USA, die „New Yorker Erklärung für Flüchtlinge und Migranten"[1]. Ziel war es, die weltweiten Flucht- und Migrationsbewegungen besser zu bewältigen. Der „Global Compact for Migration“, der „globale Pakt für sichere, geordnete und geregelte Migration"[2] der Vereinten Nationen, kurz UN-Migrationspakt, soll auf die Erklärung aufbauen, beinhaltet 23 Punkte und soll bei einer Konferenz in Marrakesch am 10. und 11. Dezember 2018 offiziell unterzeichnet werden. Nach den USA haben auch andere Länder Zurückhaltung signalisiert oder bekannt gegeben, dass sie nicht unterschreiben werden. Die EU wird den Pakt nicht gemeinsam unterstützen: Bulgarien, Dänemark, Italien, Kroatien, die Niederlande, Österreich, Polen, Schweden, die Schweiz, Slowenien, Tschechien und Ungarn distanzieren sich, außerhalb Europas sind es Australien, China, Israel, Japan, Kanada und Südkorea.

Die Abgeordneten der populistischen SVP machen sich in der Schweiz gegen den Pakt stark. Der österreichische Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) und sein Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ) erklärten am 31. Oktober 2018, dass Österreich den UN-Migrationspakt nicht unterzeichnen werde. Als Grund nannten sie die Sorge, dass ihr Land nicht mehr selbst bestimmen könne, wer einreisen dürfe.

Auch in Deutschland gab es im November 2018 eine Diskussion um die Zustimmung oder Ablehnung des Paktes.

Das Unterrichtsmaterial (.docx , .odt , .pdf) zum UN-Migrationspakt kann in ein bis zwei Schulstunden bearbeitet werden, für die Lehrerhand wird ein Lösungsansatz angeboten (.docx , .odt, .pdf

 


 

[1] https://www.zdf.de/nachrichten/heute/un-beschliessen-migrationspakt-bis-auf-usa-100.html (16.11.2018)

[2] Der Originaltext in deutscher Sprache ist abrufbar unter http://www.un.org/depts/german/migration/A.CONF.231.3.pdf