05.07.2019 Eisen
05.07.2019 Eisen
27.06.2019 Mineralstoffe

Ernährungslehre

Titration

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Titration oder Maßanalyse ist ein quantitatives Verfahren, bei dem die Bestimmung einer unbekannten Menge eines gelösten Stoffes durch Zugabe einer geeigneten Reagenzlösung bekannter Konzentration (= Titerlösung) bis zur quantitativen Umsetzung (Reaktionsendpunkt oder Äquivalenzpunkt) erfolgt.

Bei Zugabe einer Lauge zu einer Säure reagieren die Hydroxidionen der Lauge mit den Oxoniumionen der Säure zu Wasser (= Neutralisation). Dabei entsteht ein Salz aus den Metallionen der Lauge und dem Säureanion.
Am Äquivalenzpunkt (ÄP) ist die Menge der zugefügten Titerlösung derjenigen der titrierten Substanz chemisch äquivalent. Bei der Titration einer starken Säure mit einer starken Base gilt am ÄP, dass die Stoffmenge der zugegebenen Hydroxidionen gleich der Stoffmenge der Oxoniumionen der Probelösung ist: n(OH-) = n(H3O+).

Versuch

Bestimmung der Konzentration verschiedener Salzsäurelösungen und von Haushaltsessig mit Hilfe der Titration.

Reagenzien und Geräte

  • 100 ml Erlenmeyerkolben
  • Stativ
  • Bürette
  • Vollpipette: 1 ml und 10 ml
  • Pipettierhilfe
  • Glastrichter
  • Rührstäbchen
  • Magnetrührer
  • Titerlösung: 1 M NaOH
  • Indikator: Lackmus bzw. Phenolphthalein
  • Säuren: HCI unbekannter Konzentration, Haushaltsessig

Durchführung

  • Bürette in das Stativ einspannen; Auslaufhahn schließen.
  • Über einen Glastrichter Titerlösung in die Bürette füllen.
  • Kurz den Auslaufhahn öffnen, um Luftblasen zu entfernen.
  • Bürette senkrecht ausrichten.
  • Flüssigkeitsspiegel in der Bürette exakt ablesen und notieren (beachte: Auge muss sich in Höhe des Flüssigkeitsspiegels befinden).
  • Mit Hilfe einer Vollpipette 10 ml der Salzsäure unbekannter Konzentration in einen Erlenmeyerkolben füllen und 3 Tropfen Lackmus zugeben bzw.
  • zu 1 ml Essig 3 Tropfen Phenolphthalein zugeben.
  • Erlenmeyerkolben auf einem weißen Papier auf den Rührer stellen.
  • Nun lässt man die Titerlösung so lange zu der Säurelösung tropfen, bis der Indikator seine Farbe dauerhaft geändert hat.
  • Der Flüssigkeitsstand in der Bürette wird genau abgelesen und der Verbrauch an NaOH notiert und berechnet.
  • Zur Absicherung des Ergebnisses wird die Titration zweimal wiederholt.
Bürette Vollpipette

Auswertung

Stoffmenge n (= Anzahl der Mole) der zugefügten Lauge = Stoffmenge der eingesetzten Säure und da n = c • V folgt: c (Säure) • V (Säure) = c (Lauge) • V (Lauge)
Verhältnis Säure Lauge

Aufgaben

  1. Erstellen Sie eine Tabelle mit allen Messergebnissen und den berechneten Konzentrationen.
  2. Wie viel prozentig ist der Essig?
  3. Erstellen Sie die zugehörigen Reaktionsgleichungen zu der Titration von Salzsäure mit Natronlauge und zu der Titration von Essigsäure (CH3COOH) mit Natronlauge.