Schule und Denkmal

Schüler vor dem Gefallenendenkmal für die Toten des Ersten Weltkriegs in Schorndorf


Denkmale sind authentische Zeugnisse der menschlichen Kultur, deren Entwicklung sie durch ihre Substanz und ihr Erscheinungsbild bezeugen. Daher liegt ihre Erhaltung im öffentlichen Interesse, sie werden in der Regel von Denkmalbehörden erfasst, dokumentiert, konserviert und restauriert. Zu den Denkmalen zählen z.B. Gebäude, wie alte Rathäuser oder auch Schulgebäude, ebenso Monumente oder Kunstobjekte. Besondere Denkmale sind die vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge betreuten Soldatenfriedhöfe. Viele Denkmale stellen als absichtsvoll geschaffene Monumente ein Stein gewordenes Geschichtsbild vergangener Zeiten oder der Gegenwart dar. Sie bilden dann symptomatisch eine Ausprägung der spezifischen Erinnerungskultur einer Gesellschaft.

Das didaktische Potenzial liegt insbesondere in der genauen Wahrnehmung, Analyse und historischen Bewertung des Denkmals als geronnener Geschichte.   Die Schülerinnen und Schüler erkennen den Konstruktcharakter von Geschichte und können damit eine Dekonstruktion des dargestellten Geschichtsbildes vornehmen. Sie erfahren die Bedeutung von Denkmalschutz und der Wertschätzung des kulturellen Erbes. Denkmäler zur Erinnerung an Kriege oder Revolutionen können auch der Friedensbildung und der Demokratieerziehung dienen. Regelmäßige Kooperationen mit den Denkmalbehörden oder dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge können Exkursionen, Fachvorträge in der Schule, historische, künstlerische, szenische oder musikalische Projekte am Denkmal oder die Teilnahme bei öffentlichen Veranstaltungen umfassen.

 

Beispiele:

Gerhard-Thielcke-Realschule Radolfzell … die Vereinbarung mit dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge
Otto-Graf-Realschule Leimen ... die Vereinbarung mit dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge
Bildungszentrum Bonndorf ... die Vereinbarung mit dem Volksbund deutsche Kriegsgräberfürsorge