24.09.2021 Humanbiologie
24.09.2021 7-10

Informationen und Materialien zum Fach Biologie in allen Schulformen und für alle Schulstufen


Blauflügelige Ödlandschrecke (Oedipoda caerulescens)
Blauflügelige Ödlandschrecke (Oedipoda caerulescens)

Blauflügelige bzw. Rotflügelige Ödlandschrecke (Oedipoda germanica bzw. caerulescens)

Achtung: Die Blauflügelige und die Rotflügelige Ödlandschrecke stehen auf der Liste bedrohter Tierarten!

Verwandtschaft

Die Blauflügelige und die Rotflügelige Ödlandschrecke gehören beide zu den Kurzfühlerschrecken (Caelifera) und dort zu den Feldheuschrecken (Acrididae).

Merkmale

Die Männchen werden bis 20 mm, die Weibchen bis 28 mm lang. Ödlandschrecken sind graubraun marmoriert und in ihrem Habitat hervorragend getarnt. Die Vorderflügel haben zwei oder drei dunkle Querbinden auf hellerem Grund. Die Hinterflügel sind hellblau (Blauflügelige Ödlandschrecke) bzw. hellrot (Rotflügelige Ödlandschrecke), jeweils mit einer dunklen Querbinde am Flügelrand, gefärbt. Diese Färbung sieht man erst, wenn die Heuschrecke wegfliegt. Das Halsschild hat einen deutlichen Rückenkiel, der durch eine oder mehrere Querfurchen unterbrochen wird. Der Oberschenkel des Hinterbeins hat am oberen Rand eine deutliche Stufe (auf dem Foto gut erkennbar!).

Lebensraum

Diese beiden Ödlandschrecken leben in sehr trockenen, warmen, steinigen und felsigen Biotopen, auch auf Kiesflächen oder in Sandgruben. In Deutschland kommt v.a. die Blauflügelige Ödlandschrecke und diese v.a. im Oberrheingraben vor.

Verbreitungskarten: Blauflügelige Ödlandschrecke Rotflügelige Ödlandschrecke

Ernährung

Diese Ödlandschrecken fressen v.a. Gräser.

Fortpflanzung

Die Männchen produzieren kaum Balzgesang, um die Weibchen anzulocken. Die Eier werden in den Boden gelegt und die Jungen schlüpfen im nächsten Frühjahr.