25.04.2021 index
25.04.2021 Immunbiologie
25.04.2021 Immunbiologie

Informationen und Materialien zum Fach Biologie in allen Schulformen und für alle Schulstufen


Der Hirschkäfer Lucanus cervus

Hirschkäfer © Jürgen Wohlgemuth
Hirschkäfer © Jürgen Wohlgemuth

Der Lebensraum

In lichten Eichen- und Eichen-Hainbuchenwäldern mit absterbenden Althölzern und Baumstümpfen. Oft im Bereich der ehemaligen Hartholzaue, in ehemaligen Mittel- und Hudewäldern sowie in warmen eichenreichen Hangwäldern (zum Beispiel oberhalb von Weinbergslagen). Daneben auch in Streuobstbeständen mit anbrüchigen alten Birnbäumen und in Parkanlagen. Larvalentwicklung im Wurzelbereich von absterbenden oder abgestorbenen Laubbäumen und in morschen Stubben und Stümpfen (bevorzugt Eiche). Die Larven sanieren die Wurzeln gesunder Eichen, indem sie angefaulte Wurzelteile bis hin zum gesunden Gewebe entfernen.

Verbreitung in Baden-Württemberg

Besonders im Flachland und im Hügelbereich (Oberrheinebene, Neckar-Täuber-Gäuplatten). Im Rot- und Schwarzwildpark im Glemswald bei Stuttgart gibt es Hirschkäfer.

Beobachtung

Abendlicher Beobachtungstermin zum Nachweis schwärmender Käfer bei günstiger Witterung im Mai, Juni und Juli. Kartierung über Sichtnachweis im Sommer, vorzugsweise an „Rendez-vous-Bäumen“. Flugzeit Mai bis Ende August, an warmen Sommerabenden besonders aktiv. Anlockung mit reifen Früchten, besonders Kirschen (Männchen) bzw. süßen Säften wie Ahornsirup (Weibchen) möglich, und kann zusammen mit Lebendfallen möglicherweise für Zwecke des Monitorings genutzt werden. Achtung: Erlaubnis von der Naturschutzbehörde einholen.