Analyse von Wahlplakaten

Wahl
Bilder: Mit freundlicher
Genehmigung der Parteien

Dass Wahlen sind, bemerken einige oft erst, wenn Wahlplakate aufgehängt werden, mit denen die Parteien zu Beginn des Wahlkampfs um die Wählergunst werben. Sie versuchen auf verschiedene Arten die Bürgerinnen und Bürger zu beeinflussen und für sich zu gewinnen.

Einstieg

  • Die Schülerinnen und Schüler können entweder selbstständig Plakate fotografieren, wenn sich dies gerade anbietet, weil Wahlen anstehen.
  • Alternativ kann man die Lernenden fragen, an was sie sich erinnern, wenn sie an den letzten Wahlkampf denken, ob sie Erinnerungen an Plakate haben, wo diese hingen, welcher Slogan verwendet wurde bzw. was abgebildet war. Besonders Oberstufenschülerinnen und -schüler sind dieser Aufgabe gewachsen.
  • Auch eine erste Recherche im Internet zur letzten Bundes- oder Landtagswahl bietet sich an, da die Parteien die Plakate meist auf ihren Homepages einstellen. Auch über Suchmaschinen lassen sich mit den Suchwörtern "Partei + Plakat + Wahlkampf" oder unter Angabe der Wahl Plakate schnell finden.
  • Eine weitere Möglichkeit ist es, eine Abfrage zu machen. Jeweils ein Plakat der Parteien wird gezeigt, die Schülerinnen und Schüler müssen sich mit einem Klebepunkt entscheiden, der unter das Bild gehängt wird, welches Plakat ihnen am besten gefällt. Dann sollen einzelne Lernende begründen, warum sie welches Plakat gewählt haben. Es schließt sich die Erarbeitung an, in der die Schülerinnen und Schüler erarbeiten, wie die Wahlplakate auf Menschen wirken.

Erarbeitung

Die Schülerinnen und Schüler sollen in einem zweiten Schritt mit Hilfe eines Arbeitsblattes , auf dem Fragestellungen zur Analyse zu finden sind, und einer Tabelle die Wahlplakate der ihnen zugeteilten Partei analysieren. Die Arbeitsblätter mit den Wahlplakaten finden sich in der rechten Randspalte. Dazu wird eine Schülerarbeitsseite angeboten. Lösungsansätze kann man folgenden Seiten entnehmen:

Geeignet ist das Material ab Klasse 9, anzusetzen sind 2-3 Stunden, je nachdem, ob die Recherche zu Hause durchgeführt wird oder in der Schule. Sollte kein Computerraum zur Verfügung stehen, können die Lehrenden entweder auf den Einsatz der Smartphones, die fast alle Schüler besitzen, zurückgreifen oder die Wahlplakate werden gedruckt zur Verfügung gestellt (Arbeitsblätter rechte Randspalte).

In einem weiterführenden Schritt könnten die Lernenden sich damit auseinandersetzen, warum Wahlplakate zerstört werden, warum dies nicht mit dem Artikel 5, GG vereinbar ist, welche Grenzen bei der Gestaltung von Werbeplakaten gelten und es sollte angesprochen werden, dass Bemalen und Zerstören der Plakate eine Straftat ist. Werden die Plakate-Beschmutzer / -Zerstörer erwischt, drohen Geldstrafen oder Haftstrafen von bis zu zwei Jahre Haft wegen Sachbeschädigung. Zudem "wird bestraft, wer unbefugt das Erscheinungsbild einer fremden Sache nicht nur unerheblich und nicht nur vorübergehend verändert“, heißt es im Strafgesetzbuch. Dazu können Artikel der Stuttgarter Zeitung oder der Heidenheimer Zeitung herangezogen werden.