11.04.2021 transkription
05.03.2021 Ökologie

Informationen und Materialien zum Fach Biologie in allen Schulformen und für alle Schulstufen


Das Rotkehlchen Erithacus rubecula



Verwandtschaft

Das Rotkehlchen (Erithacus rubecula, englisch robin, spanisch petirrojo) gehört zur Familie der Fliegenschnäpper (Muscicapidae). Das Rotkehlchen ist ein Singvogel.

Beschreibung

Satt orangefarbene Stirn, Kehle und Brust, ansonsten olivbraun, kein Geschlechtsdimorphismus.

Nahrung

Seine Nahrung besteht aus Würmern und Weichtieren, außerdem Insekten, aber auch Früchten und Samen.

Ruf und Gesang

Sein Gesang könnte man als "wehmütig" oder "melancholisch" bezeichnen.

Rotkehlchen Erithacus rubecula © Benjamin Waldmann
Rotkehlchen Erithacus rubecula
© Benjamin Waldmann

Fortpflanzung

Das meist bodennahe Nest wird fast ausschließlich von den Weibchen gebaut. Meist gibt es 2 Bruten pro Jahr (ab April). Beide Eltern füttern die Jungen.

Lebensraum und Verbreitung

Leben in Wäldern, Hecken und Parks. In Deutschland gibt es etwa 3 Millionen Brutpaare, das Rotkehlchen war 2008 der sechsthäufigste Brutvogel in Deutschland, in den letzten 20 Jahren ist aber eine Abnahme der Bestände zu verzeichnen. In strengen Wintern gehen allerdings viele Rotkehlchen an Nahrungsmangel zugrunde, doch werden die Verluste schon in den folgenden Jahren wieder ausgeglichen.

Wanderung

Die meisten Rotkehlchen bleiben im Winter in Deutschland. Populationen im nördlicher gelegenem Europa ziehen im Winter nach Süden. Am Rotkehlchen entdeckte Wolfgang Wiltschko den Magnetkompass, mit dem die Tiere auch bei bedecktem Nachthimmel ans Ziel gelangen.

Verhalten

Rotkehlchen zeigen oft wenig Scheu vor dem Menschen. Beide Geschlechter singen das ganze Jahr hindurch, Männchen lauter und häufiger als Weibchen. Bei der Balz füttert das Männchen das Weibchen. Mit orangeroten Gegenständen im Revier eines Männchens kann man es zu aggressivem Singen provozieren.