11.04.2021 transkription
05.03.2021 Ökologie

Informationen und Materialien zum Fach Biologie in allen Schulformen und für alle Schulstufen


Der Grauspecht Picus canus

Grauspecht Picus canus © H. Dannenmayer
Grauspecht Picus canus
© H. Dannenmayer

Verwandtschaft

Der Grauspecht (Picus canus, englisch Grey Headed Woodpecker, spanisch pito cano) gehört zur Familie der Spechte (Picidae) und mit dem Grünspecht Picus viridis zu den einzigen Vertretern der Gattung Picus in Mitteleuropa.

Beschreibung

Die Grauspecht ist auf dem Rücken und auf den Flügeln olivgrün, die Unterseite ist hellgrau. Das Männchen hat einen roten Stirnfleck und einen unvollständigen schwarzen Bartstreif. Dem Weibchen fehlt der rote Stirnfleck.

Nahrung

Der Grauspecht sucht einen großen Teil seiner Nahrung auf dem Boden ("Erdspecht"). Ameisenpuppen und Imagines (waldbewohnende Arten) stellen die wichtigste Nahrungsquelle dar. Beeren, Obst und Sämereien ergänzen den Speisezettel.

Verbreitung

Der Grauspecht kommt nur in Mittel- und Süddeutschland vor, in Norddeutschland fehlt er. In Europa kommt er noch weiter im Norden in Südschweden und Südnorwegen vor, seine südliche Verbreitungsgrenze verläuft durch die Schweiz, durch Österreich und Frankreich, in den Mittelmeerländern Italien und Spanien ist er nicht vertreten.

Lebensraum

Der Grauspecht ist ein Bewohner von reich gegliederten Landschaften zwischen Laubwäldern und halboffener Kulturlandschaft ab 200 m über dem Meeresspiegel. Potenzielle Grauspecht-Habitate sind vor allem Buchen- und Buchenmischwälder, Eichen-Buchenwälder und Eichen-Kiefernwälder, Auwälder und strukturreiche Bergmischwälder. Ein bedeutendes Requisit in seinem Lebensraum ist liegendes Totholz.

Ruf und Gesang

Der Ruf des Grauspechtes fällt im Gegensatz zum Ruf des Grünspechtes in der Tonhöhe ab und wird mit größeren Silbenabständen langsamer. Er wird gegen Ende leiser und erstirbt.

Fortpflanzung

Ab Ende Januar/Anfang Februar sind in den Grauspechtrevieren erste Balztätigkeiten wie Rufreihen, Trommeln und auffällige Flüge zu sehen. Ihren Höhepunkt erreichen die Balzaktivitäten im März. Grauspechte nutzen häufig bereits angelegte Bruthöhlen anderer Spechte, allerdings legen sie auch selber Höhlen an. Im April legt das Weibchen 5 - 8 Eier.

Wanderung

Der Grauspecht überwintert in Deutschland.