11.04.2021 transkription
05.03.2021 Ökologie

Informationen und Materialien zum Fach Biologie in allen Schulformen und für alle Schulstufen


Zuckmücken (Chironomiden)

Vorderende einer Zuckmückenlarve
Vorderende einer Zuckmückenlarve

Hinterende einer Zuckmückenlarve
Hinterende einer Zuckmückenlarve

Die Zuckmücken stellen eine Familie der Zweiflügler (Diptera) dar und gehören zu den Mücken (Nematocera). Die Zweiflügler weisen eine vollständige Verwandlung mit einem Puppenstadium auf. In Deutschland sind etwa 570 Zuckmückenarten bekannt.

Größe Länge bis 20mm, erstes und letztes Segment (12.) mit mit Hakenkränzen versehene Fußstummel
Fortpflanzung

4 Larvenstadien, 1 bis mehrere Generationen pro Jahr

Nahrung Meist Detritus und Algen
Abiotische Faktoren

Hautatmung, benötigt wenig Sauerstoff

Die Larven der Gattung Chironomus weisen einen hämoglobinartigen Blutfarbstoff auf (blutrote Färbung), die Larven von anderen Gattungen tun das nicht.

Die meist 2 Paar 2 Paar schlauchförmiger Anhänge am 11. Segment auf der Bauchseite bei manchen Arten dienen ebenfalls der Atmung.

Zuckmückenweibchen legen ihre Eier bevorzugt in trübe Gewässer, die ein großes Nahrungsangebot für die Larven versprechen. Sie richten sich bei der Eiablage danach, wie hoch der Anteil an polarisiertem Licht ist, das das Wasser abstrahlt. Trübe, dunkle Gewässer werfen das Licht zu einem höheren Prozentsatz polarisiert zurück als klare, helle Gewässer, da sie nur Lichtwellen mit einer bestimmten Ausrichtung reflektieren, andere jedoch absorbieren.

Der Name der Zuckmücken rührt von den Zuckungen her, welche die erwachsenen Tiere auch in Ruhe ausführen. Erwachsene Zuckmücken stechen nicht, aber sie verbreiten das Bakterium Vibrio cholerae (Cholera-Bakterium) von Gewässer zu Gewässer.

Vorkommen In belasteten Fließ- und Stehgewässern
Soziales Zusammenleben Keines
Haltung im Aquarium
  • Pro:
  • Contra:
    • Klein