11.04.2021 transkription
05.03.2021 Ökologie

Informationen und Materialien zum Fach Biologie in allen Schulformen und für alle Schulstufen

 

Exkursion: Die Biologie eines Sees - Hinweise

Untersuchungen

  1. Man sollte vermeiden, mit den Wasserpflanzen Faulschlamm aufzuwühlen, zum einen wegen der Geruchsbelästigung, um anderen, weil dann das Wasser getrübt ist. Armleuchteralgen kann man auf diese Weise nicht untersuchen, da sie zerbrechen. Diese Algen untersucht man einfach einzeln auf anhaftende Tiere.

Auswertung und Aufgaben

  1. Beschreibe die verschiedenen Möglichkeiten, wie Tiere unter Wasser atmen können. Versuche diese Möglichkeiten den gefundenen Tieren zuzuordnen.
    Lösungen

  2. Untersuche das gefangene Plankton unter dem Mikroskop. Versuche möglichst viele Organismen der entsprechenden Gruppe zuzuordnen, bspw. Krebstier oder Alge. Zähle die verschiedenen Arten.

  3. Informiere dich darüber, welche gefundenen Tier- und Pflanzenarten eingeschleppt worden sind. Diese Neozoen (eingeschleppte Tierarten) und Neophyten (eingeschleppte Pflanzenarten) können unter Umständen einheimische Arten verdrängen: man nennt sie dann invasiv. Markiere jede eingeschleppte Art in deiner Artenliste.
    Pflanzen: Beispiele Tiere: Krebse Muscheln

  4. Beschreibe die evolutiven Anpassungen der Wasserpflanzenarten, die du gefunden hast. Untersuche dafür auch Blätter von Sumpf- und Unterwasserpflanzen unter dem Mikroskop auf Spaltöffnungen.

    • Stängel flexibel, nicht stabil aufrecht stehend wie bei Landpflanzen: alle Unterwasserpflanzen.
    • Verschieden geformte Blätter: Unterwasserblätter und Luftblätter bei der gleichen Art: Wasser-Hahnenfuß, Teichrose, Pfeilkraut
    • Alle Luftblätter haben Spaltöffnungen auf der Unterseite und alle Schwimmblätter auf der Oberseite (Seerosen, schwimmendes Laichkraut, Wasserlinsen usw.). Unterwasserblätter haben keine Spaltöffnungen.
    • Häufig keine Wurzeln: z.B. Krebsschere und Hornkraut
    • Hohle Halme bei Röhrichtpflanzen, um die überfluteten Wurzeln mit Sauerstoff zu versorgen.
    • Aerenchym bei Röhrichtpflanzen, um die überfluteten Wurzeln mit Sauerstoff zu versorgen: Luftgefüllte Interzellularräume sehr groß, bspw. bei untergetauchten Sprossen des Blutweiderich
    • Fangblasen beim Gewöhnlichen Wasserschlauch
    • Nur Blätter und Wurzeln: Wasserlinsen
  5. Beschreibe die drei Typen von Pflanzen, die du in und an dem See findest.
    Sumpfpflanzen: Landpflanzen, die einen hohen Wasserbedarf haben, z.B. Rohrkolben, Sumpf-Vergissmeinnicht
    Schwimmblattpflanzen: mit Blättern, die auf der Wasseroberfläche schwimmen, z.B. Schwimmendes Laichkraut, Seerose
    Unterwasserpflanzen: vollständig untergetaucht lebende Pflanzen, z.B. Kanadische Wasserpest, Hornkraut

  6. Tiergruppen der Wirbellosen: Einzeller, Schwämme, Nesseltiere, Moostierchen, Strudelwürmer: Planarien, Rädertiere, Weichtiere: Schnecken und Muscheln, Ringelwürmer: Wenigborster und Egel, Spinnentiere: Webspinnen und Milben, Insekten: Eintagsfliegen, Steinfliegen, Libellen, Wanzen, Käfer, Zweiflügler, Köcherfliegen, Schlammfliegen, Netzflügler, Hautflügler, Schmetterlinge

Hinweis: Ruderwanzen können aus dem Fanggefäß direkt aus dem Wasser einfach davon fliegen!