Buchtipps, Methoden, Konzepte und Projekte rund ums Lesen und Vorlesen bietet der Ideenpool Lesen gegliedert für alle Schularten und auch für den Elementarbereich.

Vorlesestudien

In dem gemeinsamen Projekt der Stiftung Lesen, der Wochenzeitung DIE ZEIT und der Deutsche Bahn Stiftung gGmbH wird seit 2007 jährlich in der Vorlesestudie untersucht, welche Auswirkung regelmäßiges Vorlesen auf Kinder hat.


Vorlesestudie 2020 - Wie wird Vorlesen im Alltag möglich?

Eine Befragung von Eltern, die nicht oder selten vorlesen
In der Vorlesestudie 2020 wird der Frage nachgegangen, warum ein Teil der Eltern in Deutschland ihren Kinder selten oder nie vorliest. Immerhin betrifft dies ca. 32 Prozent der Elternschaft. Welche Gründe stecken dahinter? Neben einem Mangel an Zeit und der Bereitschaft zum Vorlesen, gehen viele Eltern davon aus, dass ihren Kindern in der Kita oder anderswo ausreichend vorgelesen wird. Zudem besitzen die betroffenen Haushalte deutlich weniger Bücher. Auch bereitet das Vorlesen nahezu der Hälfte der befragten Eltern keine Freude. Hier liegen bestimmte Vorstellungen der Eltern zugrunde, wie zum Beispiel als Vorlesender schauspielern zu müssen oder als Kind geduldig zuhören zu müssen.
An dieser Stelle bietet der Flyer „Vorlesen ist wichtig“des Kultusministeriums Baden-Württemberg wichtige Hintergrundinformationen und praktische Tipps zum Vorlesen. Er richtet sich speziell an Eltern und ist in mehreren Sprachen erhältlich.

Vorleseflyer - Deutsch | Vorleseflyer - Türkisch | Vorleseflyer - Italienisch | Vorleseflyer - Arabisch | Vorleseflyer - Rumänisch

 

Vorlesestudie 2019

Vorlesestudie 2018

Vorlesestudie 2017

Vorlesestudie 2016 - Was wünschen sich Kinder?

Die Studie analysiert aus Kinder- und Müttersicht, was Vorlesen bedeutet und was sich 5 bis 10-Jährige Kinder wünschen.

Die Kernaussage aus der Studie von 2016 ist: Kinder lieben das Vorlesen

  1. Vorlesen gefällt fast allen Kindern! Sie können davon nicht genug bekommen. Dabei ist es nicht ausschlaggebend, ob die Sprache, in der vorgelesen wird, auch die Erstsprache der Kinder ist. Entscheidend ist, dass regelmäßig vorgelesen wird.
  2. Vor allem die Atmosphäre und die Nähe zu ihren Eltern schätzen Kinder beim Vorlesen. Entscheidend sind aber auch die Geschichte und die Hauptfiguren. Spannung, Spaß und Identifikationsfiguren machen Geschichten wertvoll.
  3. Kinder ergreifen auch oft selbst die Initiative, damit ihnen vorgelesen wird. Hierbei sind Kinder sehr sensibel dafür, ob Eltern mit Spaß vorlesen und die richtige Geschichte auswählen. Jüngere Kinder mögen es eher lustig, ältere legen größeren Wert auf Spannung.
  4. Auch das Vorlesen außerhalb der Familie ist wertvoll. Es ergänzt das Vorlesen in der Familie, kann es aber nicht ersetzen. Denn: Nähe und Vertrautheit mit den Eltern fehlen als zentrale Elemente.

Vorlesestudie 2016

Vorlesestudie 2015 - Tägliches Vorlesen unterstützt Kinder nachweisbar in ihrer Entwicklung

In der Vorlesestudie 2015, für die 524 Kinder im Alter von 8 bis 12 Jahren und deren Mütter persönlich befragt wurden, ist zum ersten Mal die längerfristige soziale Bedeutung des Vorlesens nachgewiesen. 85 % der Kinder, denen regelmäßig vorgelesen wurde, besitzen nach Aussage ihrer Mütter einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn. Dr. Maas, Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen betont: „Ein Kind mit Gerechtigkeitssinn, das über sein direktes Umfeld hinaus Interesse und Solidarität zeigt, wird sich auch später engagieren – sei es im Ehrenamt oder als Entscheider in einer beruflichen Position.“ Dr. Esser, Geschäftsführer der ZEIT Verlagsgruppe betrachtet die Auswirkungen des Vorlesen als ein Gewinn für alle Seiten: „Diese Kinder sind empathischer und handeln auch entsprechend. Dafür bekommen sie Anerkennung und Wertschätzung. Solidarisches Handeln ist keine Einbahnstraße.“


Vorlesestudie von Stiftung Lesen, DIE ZEIT und Deutsche Bahn Stiftung

 

 


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Herausgeber: Landesbildungsserver Baden-Württemberg
Quelle: https://www.schule-bw.de

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