Faustmuseum und -archiv

Dauerausstellung

Wer "Faust" hört, denkt als Erstes an Goethe und auch im Deutschunterricht begegnet der „Faust“ den Schülerinnen und Schülern meist in Form von Goethes Drama „Faust. Der Tragödie erster Teil“. Das Werk wurde 1808 veröffentlicht und greift die Geschichte des historischen Doktor Faustus auf. Dass Goethes „Faust“ nur eine unzähliger Faustbearbeitungen ist und dass das älteste erhaltene Faustbuch etwa 425 Jahre alt ist, wissen die wenigsten.

Georg Johann Faust hat tatsächlich gelebt, seit seiner Geburt 1480 in Knittlingen hat er als einzige historische Figur über 500 Jahre Geschichte durchwandelt, mittlerweile gibt es wohl über 20.000 Werke zu seiner Person. Immer wieder wurde die Person des 1540 in Freiburg im Breisgau verstorbenen Alchimisten in der Literatur aufgegriffen. Thematisch geht es immer wieder um Hexerei, das Bündnis mit dem Teufel und Astrologie.

Guckkasten

Das Faustmuseum und - archiv (Flyer) in Knittlingen haben sich zum Ziel gesetzt, lebendige Literatur zu schaffen. Deshalb werden gerade Kindern und Jugendlichen in Knittlingen vom Kindergarten-Alter an bis zum Abitur verschiedene Möglichkeiten geboten, sich mit Faust zu befassen.

Vitrinen und Guckkästen laden zum Beispiel zum Erforschen der Ausstellungsstücke ein und Schauspieler sowie Schauspielerinnen machen nach Absprache die Ausstellung zum Erlebnis. Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen wird die Welt des Fausts so äußerst lebendig dargeboten.

Für Lehrerinnen und Lehrer werden verschiedene Angebote gemacht. In Workshops kann sich vertieft, auch kreativ, mit dem Faust beschäftigt werden: Von der Gestaltung einer Theaterszene über das Schreiben eines Drehbuchs, der Verpflanzung des Faust-Themas in unterschiedliche Epochen oder als Ideensammlung für die Kuratierung einer Ausstellung.

Eine Routenbeschreibung nach Knittlingen finden Sie hier.

Bilder:

Alle Bilder stammen vom Faustmuseum / -archiv und dürfen für diesen Artikel mit freundlicher Genehmigung verwendet werden.