Die Redeeinleitung

Die indirekte Redewiedergabe wird meist mit einer Redeeinleitung begonnen. Diese steht am besten vor der indirekten Redewiedergabe, damit deutlich wird, dass man eine fremde Rede wiedergibt. Wird mehr als nur eine Äußerung einer Person oder Quelle am Stück wiedergegeben, reicht oftmals eine Redeeinleitung am Abschnittsanfang. Durch die Wahl der Redeeinleitung hat man die Möglichkeit, eine Äußerung neutral wiederzugeben oder auch zu kommentieren bzw. zu interpretieren.

Beispiele für eher neutrale Formen der Redeeinleitung aus den Wortfeldern "sagen, denken, hoffen, glauben":

  • Er sagte / meinte / rief / erzählte / antwortete / fügte hinzu / dachte / glaubte / hoffte ...

Beispiele für kommentierende Redeeinleitungen bzw. für die Redewiedergabe von Aufforderungen und Befehlen:

  • Er beschuldigte ihn / warnte davor / entschuldigte sich dafür / drohte / versprach / bat / befahl / forderte ...

Gibt man Fragen wieder, wählt man eine entsprechende Redeeinleitung:

  • Er fragte / wollte wissen / erkundigte sich danach ...

 Übung Wortgitter: Möglichkeiten der Redeeinleitung

 
Das Tempus in der Redeeinleitung

Das Tempus in der Redeeinleitung verdeutlicht das zeitliche Verhältnis zwischen dem Hörer und der wörtlichen Aussage. Meist werden Äußerungen wiedergegeben, die in der Vergangenheit liegen. Deshalb steht die Redeeinleitung oft im Präteritum (er sagte / beschuldigte / fragte); im Textzusammenhang kann es auch notwendig sein, die Redeeinleitung in das Perfekt oder Plusquamperfekt zu setzen. Werden Äußerungen simultan wiedergegeben, wählt man das Präsens (er sagt / beschuldigt / fragt); stellt man Vermutungen über die Zukunft an, wählt man das Futur (er wird sagen / wird beschuldigen / wird fragen).