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Geschichte der Juden in Karlsruhe

1. Praktische Tipps

Der Kantor der Jüdischen Kultusgemeinde bietet für Schulklassen Führungen durch die Synagoge Karlsruhe in der Knielinger Allee an. Diese Führungen müssen rechtzeitig im Voraus mit der Jüdischen Kultusgemeinde vereinbart werden.

Jüdische Kultusgemeinde Karlsruhe
Knielinger Allee 11
76133 Karlsruhe

Kontakt:
Tel.: 06131/61 39 90
E-Mail: info@jg-karlsruhe.de
Website: www.jg-karlsruhe.de

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2. Tipps zur Weiterarbeit

Literatur:

  • Badische Synagogen aus der Zeit von Großherzog Friedrich I. in zeitgenössischen Photographien. Hg. v. Franz-Josef Ziwes. Karlsruhe 1997.

    Beeindruckende kommentierte Sammlung von Fotografien von badischen Synagogen (Innen- und/oder Außenansichten), die Großherzog Friedrich I. anlässlich seines 70 Geburtstages 1896 vom Oberrat der Israeliten Badens überreicht wurde.
  • Briefe – Gurs – Lettres. Briefe einer badisch-jüdischen Familie aus französischen Internierungslagern. Paul Niedermann. Erinnerungen –Mémoires. Hg. v. Stadtarchiv Karlsruhe durch Ernst Otto Bräunche und Jürgen Schuhladen-Krämer. Karlsruhe 2011.

    Enthält Briefe, Postkarten, Tagebuchaufzeichnungen und andere Dokumente aus dem Besitz Paul Niedermanns sowie die Memoiren Paul Niedermanns, der als 13-jähriger nach Gurs deportiert wurde. Texte in deutscher und französischer Sprache.
  • Ettlinger, Anna: Lebenserinnerungen (Kleine Karlsruher Bibliothek 5). Hg. v. Hansgeorg Schmidt-Bergmann u. Thomas Lindemann. Karlsruhe 2011.

    Memoiren der Karlsruher Jüdin Anna Ettlinger (1841-1934), einer hoch gebildeten Frau und frühen Verfechterin der Frauenemanzipation.
  • Geschichte und Erinnerungskultur. 22. Oktober 1940 - Die Deportation der badischen und saarpfälzischen Juden in das Lager Gurs. Hg. v. Stadtarchiv Karlsruhe im Auftrag der Arbeitsgemeinschaft zur Unterhaltung und Pflege des Deportiertenfriedhofs in Gurs durch Ernst Otto Bräunche und Volker Steck. Karlsruhe 2010.

    Die Aufsatzsammlung beschäftigt sich mit der Geschichte der Deportation der badischen und pfälzischen Juden nach Gurs und mit der Erinnerungs- und Gedenkarbeit in Gurs, Baden und in der Pfalz.
  • Gleiche Rechte für alle? Zweihundert Jahre jüdische Religionsgemeinschaft in Baden 1809-2009 (Begleitband zur gleichnamigen Ausstellung). Hg. v. Landesarchiv Baden-Württemberg; bearb. v. Uri R. Kaufmann zus. m. Rainer Brüning. Ostfildern 2009.

    Reich bebilderter Katalog zur Wanderausstellung "Gleiche Rechte für alle? Zweihundert Jahre jüdische Religionsgemeinschaft in Baden 1809-2009" des Landesarchivs Baden-Württemberg, die das jüdische Leben in Baden vom Mittelalter bis zur Gegenwart dokumentiert.
  • Herzig, Arno/Rademacher, Cay (Hgg.): Die Geschichte der Juden in Deutschland (Schriftenreihe der Bundeszentrale für politische Bildung 692). Bonn 2008.

    Facettenreiche und bebilderte Aufsatzsammlung zur Geschichte der Juden in Deutschland von den Anfängen bis zur Gegenwart. Mit Glossar, Chronik und Literaturverzeichnis.
  • "Ich weiß nicht, ob wir nochmals schreiben können." Die Deportation der badischen und Saarpfälzer Juden in das Internierungslager Gurs in den Pyrenäen. Historischer Kontext, Quellen und Dokumente, didaktische Hinweise, Literatur und Medien. Hg. von der Landeszentrale für politische Bildung. Stuttgart 2010.

    Material- und bilderreiche Darstellung der Deportationen nach Gurs.
  • 175 Jahre Oberrat der Israeliten Badens. Hg. v. Oberrat der Israeliten Badens. Karlsruhe 1984.

    Aufsatzsammlung zur Geschichte der Juden in Baden
  • Juden in Karlsruhe. Beiträge zu ihrer Geschichte bis zur nationalsozialistischen Machtergreifung (Veröffentlichungen des Karlsruher Stadtarchivs 8). Hg. v. Heinz Schmitt unter Mitarb. v. Ernst Otto Bräunche u. Manfred Koch. Karlsruhe 1988.

    Standardwerk zur Geschichte der Karlsruher Juden von den Anfängen bis 1933.
  • Jüdisches Leben in Baden 1809 bis 2009. 200 Jahre Oberrat der Israeliten Badens. Hg. v. Oberrat der Israeliten Badens. Ostfildern 2009.

    Facettenreiche Aufsatzsammlung zur Geschichte der Juden in Baden, die auch die Nachkriegszeit ausführlich berücksichtigt. Vorgestellt werden auch die Vitae prominenter badischer Juden. Mit Quellenanhang.
  • Jüdisches Leben in Deutschland. Hg. v. d. Bundeszentrale für politische Bildung (Informationen zur politischen Bildung 307). Bonn 2010.

    Heft der "Informationen zur politischen Bildung", das die Geschichte der Juden in Deutschland von den Anfängen bis zur Gegenwart darstellt. Mit Glossar, Vorstellung der jüdischen Fest- und Feiertagen, Literaturhinweisen und Internetadressen.
  • Karlsruhe. Die Stadtgeschichte. Hg. v. d. Stadt Karlsruhe. Karlsruhe 1998.

    Standardwerk zur Karlsruher Stadtgeschichte.
  • Kaufmann, Uri R.: Kleine Geschichte der Juden in Baden. Leinfelden-Echterdingen 2007.

    Standardwerk zur Geschichte der Juden in Baden von den Anfängen bis zur Gegenwart. Mit Glossar, Internetlinks- und Literaturverzeichnis.
  • Mayer-Moses, Hanna: Reise in die Vergangenheit. Eine Überlebende des Lagers Gurs erinnert sich an die Verfolgung während der NS-Diktatur. Ubstadt-Weiher/Heidelberg/Neustadt a. d. W./Basel 2010.

    Sehr lebendig geschriebene Memoiren von Hanna Meyer-Moses, die mit 13 Jahren von Karlsruhe nach Gurs deportiert wurde. Die Autorin, deren Eltern die Verfolgung durch das nationalsozialistische Deutschland nicht überlebten, hat nach 1986 auch in zahllosen Gesprächen mit Schulklassen über ihre Erlebnisse berichtet.
  • Rosenthal, Berthold: Heimatgeschichte der badischen Juden seit ihrem geschichtlichen Auftreten bis zur Gegenwart. Bühl/Baden 1927.

    Nach wie vor wichtige Darstellung der Geschichte der badischen Juden in Baden, mit umfangreichem Quellenanhang. Berthold Rosenhal wurde 1875 als Sohn jüdischer Eltern in Liedolsheim bei Karlsruhe geboren und musste 1940 in die USA emigrieren.
  • Werner, Josef: Hakenkreuz und Judenstern. Das Schicksal der Juden im Dritten Reich (Veröffentlichungen des Karlsruher Stadtarchivs 9). 2. überarbeitete und erweiterte Auflage. Karlsruhe 1990.

    Standardwerk, das detailliert die Geschichte der Karlsruher Juden zwischen 1933 und 1945 beleuchtet. Im Anhang ein Verzeichnis der während der NS-Zeit in Konzentrations- und Vernichtungslagern zu Tode gekommenen und ermordeten Karlsruher Juden.

Links:

Arbeitsgemeinschaft für die Erforschung der Geschichte der Juden im süddeutschen und angrenzenden Raum
mit Informationen zur Arbeitgemeinschaft, zu jüdischen Kulturdenkmallen und bestehenden jüdischen Gemeinden der Region und zu Forschungsprojekten, Verweise auf Literatur und Links

Jüdische Kultusgemeinde Karlsruhe
Website der Jüdischen Kultusgemeinde Karlsruhe

Das digitale "Gedenkbuch für die Karlsruher Juden".
Im Rahmen des Gedenkbuch-Projekts erstellen Karlsruher Bürgerinnen und Bürger mit Unterstützung des Stadtarchivs Karlsruhe Biographien der über 1.000 Karlsruher Juden, die durch die NS-Judenverfolgung zwischen 1933 und 1945 ihr Leben verloren.

Digitaler Stadtrundgang auf den Spuren des Dritten Reiches
Ein Projekt des Stadtjugendausschusses Karlsruhe e. V. in Kooperation mit dem Stadtarchiv Karlsruhe. Der Rundgang beinhaltet auch zahlreiche die Verfolgung der Karlsruher Juden betreffende Stationen.

Ludwig Marum - Mensch. Politiker. Opfer
Website des Landesarchivs Baden-Württemberg mit vielen Bild- und Textquellen zum Leben des Karlsruher Rechtsanwalts und SPD-Politikers Ludwig Marum. Marum war Jude, gehörte aber der freireligiösen Gemeinde Karlsruhes an.

(Links zuletzt aufgerufen am 07.05.2019)

- Arbeitskreis Landeskunde/Landesgeschichte RP Karlsruhe -