11.04.2021 transkription
05.03.2021 Ökologie

Informationen und Materialien zum Fach Biologie in allen Schulformen und für alle Schulstufen


Muscheln

Muscheln werden v.a. als Larven im Ballastwasser von Schiffen verschleppt.

Zebra- oder Wandermuschel Dreissena polymorpha

Die Zebramuschel stammt aus dem Kaspischen und Schwarzen Meer und war im Tertiär überall in Mitteleuropa verbreitet. Im frühen 19. Jahrhundert erreichte die Muschel vom Schwarzen Meer aus Norddeutschland. Die dreieckigen Schalen werden bis 40 mm lang. Im Bodensee fressen die ansonsten vegetarischen Kolbenenten vorzugsweise die Zebramuscheln.

Der Bestand dieser Muschel ist nach einer rasanten Ausbreitung inzwischen im Rhein rapide zurück gegangen. Es wird vermutet, dass der ebenfalls eingeschleppte Schlickkrebs Chelicorophium curvispinum auf Hartsubstrat durch den Bau von Schlammköchern mit Dreissena konkurriert.

Amerikanische Schwertmuschel Ensis americanus

Die Amerikanische Schwertmuschel stammt von der amerikanischen Ostküste. Vermutlich 1978 wurden Larven in die Nordsee eingeschleppt. Die Schalen sind leicht gebogen und werden bis zu 18cm lang. In Wassertiefen zwischen 1 und 15 m können hohe Individuendichten erreicht werden. Neben der Amerikanischen Schwertmuschel gibt es noch drei heimische Schwertmuschelarten, die aber allesamt in tieferem Wasser leben.

Pazifische Auster Crassostrea gigas

Die Pazifische Auster stammt aus Japan und wurde zu Zuchtzwecken eingeführt.Freilebende Tiere sind seit 1991 bekannt. Die Muschel kann sehr groß werden: bis zu 30 cm lang. Diese Art hat ein relativ hohes Temperaturoptimum von 23°C. Die Pazifische Auster ist mit einer Fördermenge von über 3 Mio. Tonnen pro Jahr, besonders in China und Japan, in Europa besonders in Frankreich, die bedeutendste Austernart der Welt. Sie wächst sehr schnell, schmeckt sehr gut und zeichnet sich durch eine hohe Resistenz gegenüber den meisten Austernkrankheiten aus.

Asiatische Körbchenmuschel (Corbicula fluminea)

Die Körbchenmuschel stammt primär aus Südostasien und sekundär aus Nordameriak. Sie wurde im Oberrhein zum ersten Mal 1990 und im Bodensee 2003 nachgewiesen. Sie besiedelt sandig-kiesige und gut belüftete Untergründe.