11.04.2021 transkription
05.03.2021 Ökologie

Informationen und Materialien zum Fach Biologie in allen Schulformen und für alle Schulstufen

Bestäubung von Blütenpflanzen

Die Entstehung der Blütenpflanzen

Erst vor ca. 120 Millionen Jahren entstanden aus den ursprünglichen Nacktsamern (Gymnospermae). Heute gibt es vier Gruppen von Nacktsamern: Palmfarne, Nadelholzgewächse, Gingkopflanzen und Gnetophyta (mit dem Meerträubel Ephedra und der Welwitschie). Nacktsamer haben immer getrennte männliche und weibliche Blüten, bei Bedecktsamern (Angiospermae, z.B. Blütenpflanzen) entstanden dann die zwittrigen Blüten. Die Bedecktsamer mit ihren häufig zwittrigen Blüten waren ein Erfolgsmodell der Evolution: während die Artenzahl der Nacktsamer von ehemals Hundertausenden von Arten auf wenige Hundert zurückging, explodierte die Gruppe der Bedecktsamer auf heute ca. 300 000 Arten.

Die Bestäubung durch Insekten

Die Bestäubung der Nacktsamer erfolgte ausschließlich durch den Wind. Dafür war die Produktion einer großen Menge von Pollen nötig, da naturgemäß der Hauptteil der Pollenkörner nie eine weibliche Blüte erreichte. Pollen bestehen aber aus Eiweiß, eine kostbare Ressource, da Eiweiße Stickstoffverbindungen sind.

Insekten waren wahrscheinlich schon vor der Entstehung der Bedecktsamer an Pollen als Stickstoffquelle interessiert. Pollen fressende Insekten stellten damals wohl einen Selektionsdruck dar für die Entstehung von Pflanzen mit zwittrigen Blüten. Damit wird der Pollenräuber auch zum Pollenüberträger. Eine Gefahr von männlichen und weiblichen Geschlechtszellen in unmittelbarer Nähe stellt die Selbstbefruchtung dar. Hier entwickelten sich genetische Mechanismen der Selbststerilität.