Sprachwandel

Alle Sprachen sind einem Wandel unterworfen

Von "Impfneid" bis "Zweitimpfling": Die Pandemie hat den deutschen Wortschatz auch dieses Jahr um etliche Neuschöpfungen erweitert. Sprachforscher fanden mehr als 2000 neue Begriffe, die im Zeichen von Corona stehen (siehe hierzu: "Neologismen in der Coronapandemie", IDS).

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Nicht nur durch die Aufnahme neuer Wörter verändert sich unsere Sprache dauernd. Der Wandel umfasst die Lautung, die syntaktische Verwendung, die Schreibung und vor allem auch die Bedeutung. Die Veränderungen werden dabei in der Regel von den Sprechern nicht beabsichtigt bzw. nicht einmal bemerkt. Grundsätzlich versucht sich der Sprecher lediglich effizienter, d.h. kürzer, einfacher und verständlicher auszudrücken. Stetige "Sprachverstöße" bewirken dann eine langsame Gewöhnung an die neuen Wörter und Strukturen, diese finden nach und nach Eingang in die Umgangssprache und schließlich werden sie in das Regelsystem übernommen. 

Sprachwandel und Entwicklungstendenzen als Themen im Deutschunterricht: Fachliche Grundlagen - Unterrichtsanregungen - Unterrichtsmaterialien
Heinz Siehr, Elisabeth Berner (Hrsg.); Universitätsverlag Potsdam, 2009. Daraus z.B.

 

Aufgabenstellungen für die Kursstufe (Abituraufgabenpool des IQB)

  • Analyse pragmatischer Texte:
    Uwe Hinrichs: Die deutsche Sprache (2016)
    "Nicht nur der Genitiv stirbt: Die Deutschen sprechen immer schlechter Deutsch. Sie vereinfachen gnadenlos und pfeifen auf korrekten Satzbau."

  • Erörterung pragmatischer Texte:
    Matthias Heine: German linguistic angst (2016)
    "Vor falscher Sprache haben die Deutschen mehr Angst als vor falschen finanziellen Anlagen, falschen modischen Entscheidungen und falschen Beziehungen."

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Herausgeber: Landesbildungsserver Baden-Württemberg
Quelle: https://www.schule-bw.de

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