Immendingen - Donauversickerung

Geokoordinaten: 47°55'45.48"N; 8°45'28.21"E

Die Donauversickerung ist ein europaweit einmaliges Naturphänomen. An den meisten Tagen des Jahres kann man am oberen Flusslauf der Donau beobachten, wie das Wasser plötzlich verschwindet, so dass es möglich ist, trockenen Fußes im Flussbett flussabwärts zu wandern.

Karte

Besonders eindrucksvoll ist dies an einer Stelle zwischen Immendingen und Tuttlingen-Möhringen zu erleben. Im Gewann Brühl bei Immendingen verliert die Donau im Sommer auf einer Strecke von ca. 600 m zeitweise ihr gesamtes Wasser.

Donauversickerung
Bilder vom gleichen Standort mit Drehung des Fotografen um 180° aufgenommen

Bei der Donauversickerung treffen die besonders wasserdurchlässige Beta-Jura-Kalkschicht mit dem Flusslauf der Donau zusammen. Manchmal entstehen sehr große Löcher, in denen das Wasser in einem Strudel verschwindet. Die Schlucklöcher sind am angeschwemmten Schaum und Treibgut zu erkennen, teils ist auch ein Gurgeln zu hören. Ein Großteil der Versickerung geschieht jedoch weniger spektakulär in der Sohle des Flussbetts. Im Aachtopf tritt das Donauwasser nach einer Fließzeit von wenigen Tagen wieder an die Oberfläche und fließt dem Rhein zu.

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