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Hallstattzeitliche Herrenhöfe

Herrenhöfe sind eine Siedlungsform, die eng mit dem südbayerischen Raum zu verbinden ist. Ihr Schwerpunkt liegt entlang der Donau zwischen Donauwörth und Vilshofen sowie in den fruchtbaren Zonen Niederbayerns und der südlichen Oberpfalz. Ihr häufiger Bezug zu Tallandschaften, in denen wichtige eisenzeitliche Wegeführungen zu vermuten sind, und die Nähe von Siedlungsplatz und Grabhügelfeld erlauben es, die „Herrenhöfe“ als regionale Mittelpunkte zu sehen.

Herrenhöfe zeigen in ihrer Ausprägung eine erstaunliche Vielfalt; ihre Typologie orientiert sich an der Zahl und Gestaltung der Gräben sowie der Art der Palisade. Unterscheiden lassen sich einfache Anlagen mit geringer Innenfläche und nur einem einzigen Graben, Anlagen mit gestaffeltem Grabensystem sowie eine weitere Gruppe, deren Siedlungsareal durch Zaungräbchen abgegrenzt ist.

Die Datierung der bislang untersuchten Herrenhöfe weist eine beträchtliche zeitliche Tiefe auf. Es kann von einem Siedlungsbeginn schon ab 750 v. Chr. ausgegangen werden, das Ende der kontinuierlichen Besiedlung setzt ab 625 v. Chr. ein. Eine größere Zahl von Anlagen wurden jedoch erst während der späten Hallstattzeit (ab 625 v. Chr.) errichtet und verloren noch während der Hallstattzeit ihre Funktion. Daher ist die Zahl der gleichzeitig in Benutzung befindlichen Herrenhöfe deutlich geringer als ihre Gesamtzahl.

Nach W. Irlinger


Mache dir mit Hilfe des oben stehenden Textes Notizen für die folgenden Aufgaben.

Aufgabe 1:

  • Erkläre, warum die "Herrenhöfe" als "regionale Mittelpunkte" angesehen werden können.

Aufgabe 2:

  • Unterscheide drei Gruppen von Höfen und erstelle eine kleine Skizze.

Aufgabe 3:

  • Erkläre, warum der Eindruck von vielen Höfen trügen kann.

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