Die Anfänge der Arbeiterbewegung in Württemberg am Beispiel der Industriestadt Heilbronn

 Methodenvorschlag

2.1 Lernorterkundung

Vorschlag für Kursstufe Gymnasium (Allgemeinbildendes und berufliches Gymnasium):
Einen Teil der Gruppenarbeit an den Quellentexten (siehe unter 2.2) ließe sich als Projekt im Lesesaal des Stadtarchivs Heilbronn durchführen, wo die in den Arbeitsblättern verwendeten Texte aus der Literatur und aus den Archivalien vorliegen, einschließlich Kopien der entsprechenden für Heilbronn relevanten Archivalien aus dem Staatsarchiv Ludwigsburg.

In diesem Fall könnte die Lehrkraft unter Hinzuziehung der Arbeitsblätter mit einem der Archivare einen Besuch im Stadtarchiv planen, wo dann den Schülerinnen und Schülern im Rahmen eines Besuches die Texte im Original vorgelegt werden könnten.

Die Vorstellung der Ergebnisse könnte dann wie in 2.2. beschrieben in der Schule stattfinden.


2.2 Behandlung des Themas in der Schule

In der Hauptschule/Werkrealschule lassen sich besonders die Lebensverhältnisse der Arbeiterschaft in der Frühzeit der Industrialisierung thematisieren, mit Texten ( AB 4 und AB 5 ), ebenso mit Bildern der Industriestadt Heilbronn ( B 2 und B 3 ).
In SI von Realschule und Gymnasium könnten die Erinnerungen des Heilbronner Sozialdemokraten Gustav Kittler an die Anfänge der Arbeiterbewegung in Heilbronn im Vordergrund stehen ( AB 8 ).
Auf der Kursstufe könnte in einem Gruppenarbeitsprojekt die Entstehung der Arbeiterbewegung aus der Revolution 1848/49 am Beispiel Württembergs und Heilbronns vertieft werden:

Beispiel für Projektarbeit auf der Kursstufe

Einführung in die Projektarbeit:
AB 1 Aufruf von Stefan Born, 1848 und Symbol „Seid einig“

Sammeln von Fragen (Zusammenhang mit der Revolution von 1848/49, das Beispiel der Arbeiterbewegung in Heilbronn im Vergleich zu Württemberg und Deutschland, Reaktionen des Staates...)

Arbeitsteilige Gruppenarbeit:
I. Die Entwicklung Heilbronns zur führenden Industriestadt Württembergs ( AB 3 )
II. Die soziale Lage der Arbeiterschaft ( AB 4 )
III. Erste Bemühungen Industrieller, die soziale Frage zu lösen ( AB 5 ).
IV. Die Anfänge der Arbeiterbewegung in Heilbronn und Württemberg ( AB 6 )
V. Das württembergische Modell ( AB 7 )
VI. Erinnerungen des Heilbronner Sozialdemokraten Gustav Kittler an die Gründung der Ortsgruppe in Heilbronn ( AB 8 )
VII. Lieder der Arbeiterbewegung und Verbot des Heilbronner Arbeitermännerchors ( AB 9 , AB 10 )
Die Gruppen bearbeiten die Aufgaben auf den Arbeitsblättern und bereiten einen Kurzvortrag vor. Dazu haben sie 45 Minuten Zeit. Sie verfassen ein Handout als Kopiervorlage (halbe DIN A4 Seite)

Der Kursleiter bereitet die Kopien vor (zwei Seiten mit Vorder- und Rückseite).

Ergebnisphase:
Vortrag der Gruppen, jeweils in 10 Minuten anhand der kopierten Zusammenfassungen bzw. Schaubilder (eine Doppelstunde).

Ergänzung/Einbettung/Reflexion:
Programm der SPD von 1875 und Aufruf, die Partei zu wählen ( AB 11 )
Karikaturen: Die Arbeiterbewegung aus der Sicht des Bürgertums ( AB 2 )
Methoden- und Inhaltsreflexion des Projekts (45 Minuten)

Reduktionsmodell:
„Das Thema in 2 Unterrichtsstunden“

Das Projekt könnte auch gleich mit der Gruppenarbeit beginnen. In den ersten 45 Minuten bearbeiten die Gruppen die Aufgaben auf den Arbeitsblättern, in den folgenden 45 Minuten folgt jeweils in 5 Minuten eine Ergebnisvorstellung. Eine Zusammenfassung bereiten die Gruppen als Hausarbeit zur nächsten Doppelstunde vor, die Kopien werden nachgereicht.

Alternative:
Einstieg mit den Karikaturen: Die Arbeiterbewegung aus der Sicht des Bürgertums ( AB 2 ) mittels Overheadfolien

Arbeitsteilige Bearbeitung der Arbeitsblätter
Die Anfänge der Arbeiterbewegung in Heilbronn und Württemberg ( AB 6 ) und
Erinnerungen des Heilbronner Sozialdemokraten Gustav Kittler an die Gründung der Ortsgruppe in Heilbronn ( AB 8 )

Schülervortrag und Besprechung der Ergebnisse (Alle Schüler erhalten beide Arbeitsblätter)

- Arbeitskreis Landeskunde/Landesgeschichte RP Karlsruhe -