Sklavenarbeit im Salzbergwerk - Gedenkstätte für die Opfer des KZ Kochendorf (Bad Friedrichshall-Kochendorf)

Methodenvorschlag

2.2 Behandlung des Themas in der Schule

Ein Netz von Konzentrationslagern überzog in den letzten Kriegsjahren das heutige Baden-Württemberg. Systematisch wurden die Häftlinge in der heimischen Industrie und Landwirtschaft eingesetzt. Dieser Tatsache wird anschaulich, wenn man sich die Karte "Ehemalige Konzentrationslager in Baden Württemberg" betrachtet ( AB 2 ). Auf dieser Karte können die Schülerinnen und Schüler die KZs Neckargartach und Kochendorf, deren Häftlinge im Salzbergwerk arbeiten mussten, verorten und in ihren Funktionszusammenhang einordnen.

Anschließend können sie mit Augenzeugenberichten ehemaliger Häftlinge ( AB 3 ) konfrontiert werden, aus denen die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Häftlinge anschaulich hervorgehen.
Aus der Modellrechnung des SS-Obergruppenführers Pohl ( AB 4 ) können die Schülerinnen und Schüler erarbeiten, wie das System "Vernichtung durch Arbeit" funktionierte, wie die Häftlinge ausgebeutet und bis auf ihren toten Körper verwertet wurden. Wie dieses System organisiert war, wird aus der zweiten Quelle dieses Arbeitsblattes deutlich. Die Organisation Todt, Hitler direkt unterstellt und von der SS betrieben, "vermietete" den betroffenen Firmen die Häftlinge, ohne diese vorher gefragt zu haben. Deutlich wird der Charakter der staatlich gelenkten Kriegswirtschaft.

Im Vergleich zweier Biografien ( AB 5 )wird deutlich, wie Menschen zu KZ-Häftlingen bzw. KZ-Aufsehern wurden und wie sich ihre Leben nach 1945 entwickelte. Damit wird die Frage nach dem Umgang mit der nationalsozialistischen Vergangenheit angeschnitten.

Dieser Aspekt wird vertieft, wenn man sich mit der Frage befasst, was die Zivilbevölkerung über die Existenz der Lager und die Lebensbedingungen der Häftlinge wusste ( AB 6 ).

Die Materialien lassen sich in einem Lernzirkel oder in Gruppenarbeit bearbeiten

 

- Arbeitskreis Landeskunde/Landesgeschichte RP Stuttgart -