Hier finden Sie Informationen zu den Bildungsplänen im Fach Geschichte, außerdem Unterrichtsmaterialien, Linksammlungen, Werkzeuge zur Eigenrecherche und Hinweise auf außerunterrichtliche Lernorte.

Follow-up Tests - über welches Sachwissen verfügen Schüler langfristig?

Die empirische Bildungsforschung hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Ertrag von Unterricht wissenschaftlich zu untersuchen, d.h. es geht darum, das Gelernte aus einer bestimmten Sequenz fassbar zu machen. Dazu hat die empirische Bildungsforschung genaue Instrumente entwickelt, die unterscheiden, was vorher schon gewusst wurde und was im Unterschied dazu hinzugelernt wurde. Üblicherweise wird das durch eine Eingangsabfrage zum jeweiligen Thema und einen Schlusstest umgesetzt, der vor allem auf das neu Gelernte abhebt. Dazu werden unterschiedliche Gruppen mit unterschiedlichen Voraussetzungen vorher voneinander differenziert und unterschiedlich unterrichtet, um zu sehen, mit welchen Mitteln oder Medien der größte Lernzuwachs entsteht.

Um langfristig festzustellen, was jenseits einer kurzfristigen Schlussabfrage (sei es ein Test oder – wie im Schulkontext üblich - eine Klassenarbeit) an Kompetenz bei Schüler und Schülern verbleibt, wird in der empirischen Bildungsforschung auch mit sog. Follow-up-Tests gearbeitet. Diese Tests werden mit einigem zeitlichen Abstand (z.B. von mehreren Monaten) eingesetzt, um das kurzfristig Gelernte vom langfristigen Lernzuwachs abzugrenzen.

Im schulischen Kontext ist für Kolleginnen und Kollegen oft betrüblich, mit welcher Geschwindigkeit Schülerinnen und Schüler unmittelbar nach einer Klassenarbeit Lerninhalte wieder löschen und erfolgreich vergessen. Deshalb könnte ein Folllow-up-Test Aufschluss darüber geben, über welche Inhalte Schülerinnen und Schüler über längere Zeit verfügen können. Darüber hinaus können diese Follow-up-Tests auch dazu beitragen, Gelerntes wieder zu „aktivieren“.

Auf der Grundlage der Bildungspläne für die Klassen 6 und 7 will dieses Modul solche Follow-up-Tests anbieten, die zum Beispiel am Beginn des nächsten Schuljahres (aber auch zu jedem anderen Zeitpunkt mit einem mehrmonatigen Abstand zum Gelernten) eingesetzt werden können. Ausdrücklich soll aber betont werden, dass diese Tests ein didaktisches Instrument sind, das am Landesbildungsserver entwickelt wurde, und keine offizielle Handreichung der BP-Kommission.

Die angebotenen Tests sind überwiegend dreiteilig:

  • ein Multiple-Choice-Test
  • ein Lückentext
  • offene Fragen

Außerdem werden die Test niveaudifferenziert für das gymnasiale Niveau, das M-Niveau der Gemeinschaftsschule (Gms) und das G-Niveau der Gms angeboten, jeweilig basierend auf den Bildungsplänen der jeweiligen Schularten.

In der Umsetzung ist es denkbar, dass sich die Schülerinnen und Schüler bei herkömmlichen Tests in Papierform gegenseitig korrigieren und man bei der Besprechung ein weiteres Mal auf die zentralen Inhalte des vergangenen Schuljahres eingehen kann.

Bei der praktischen Durchführung der Multiple-Choice-Tests mithilfe der H5P-Tests bekommen die Schülerinnen und Schüler umgehend ein Feedback.

Als dritte Möglichkeit wird hier die App "Kahoot" angeboten, mit der man die Fragen des Multiple-Choice-Tests gamifiziert überprüfen kann, d.h. die Schülerinnen und Schüler treten einzeln oder im Team gegeneinander an. Hierfür müssen die Schülerinnen und Schüler die App "Kahoot" auf ihr digitales Medium herunterladen.

Aus Gründen der Praktikabilität und Vergleichbarkeit werden diese Tests überwiegend im Multiple-Choice-Verfahren angeboten und können so auch innerhalb einer Unterrichtsstunde durchgeführt und mit den Schülerinnen und Schülern ausgewertet werden.


Follow-up-Tests als pdf (Multiple Choice, Lückentexte und offene Fragen)


Multiple-Choice-Tests als interaktive H5P-Anwendungen


Multiple Choice-Tests als gamifizierte Anwendungen über Kahoot

Vor dem Match müssen die Schülerinnen und Schüler mit einem digitalen Gerät auf die Seite von Kahoot: www.kahoot.it gehen oder die App auf ihr Gerät herunterladen (z.B. im Vorfeld schon als Hausaufgabe). Die weitere Anwendung erklärt Kahoot selbst.