Der Magdalenenberg bei Villingen

Hintergrundinformationen

Geschichte

Der Grabhügel wird 616 v. Chr. errichtet (laut dendrochronologischer Datierung), Nachbestattungen werden in den folgenden 35 Jahren vorgenommen. Das Fürstengrab wurde schon wenige Jahrzehnte nach seiner Errichtung beraubt.

Im Mittelalter wurde unmittelbar neben dem Grabhügel der Richtplatz angelegt. Für das Jahr 1610 ist ein Kreuz auf der Kuppe belegt. Eine erste Grabung wird im Jahr 1890 durchgeführt, die Grabkammer wird dabei leer vorgefunden. Eine wissenschaftliche Untersuchung erfolgt von 1970 bis 1973 unter Leitung von Konrad Spindler, dem späteren Erforscher des "Ötzi".

Bild

Modell des Grabhügels
Modell im Franziskanermuseum Villingen
© Michael Tocha

Die Funde sind seit der Ausgrabung von 1970/73 im Franziskanermuseum Villingen ausgestellt: - die Fürstengrabkammer als größter hallstattzeitlicher Holzfund in Mitteleuropa - aus den Nebengräbern ca. 300 Exponate, darunter Amulette und Kinderrasseln, Rasiermesser und Nagelschneider.

Ein Modell des Grabhügels und ein Diorama machen die historische Anlage anschaulich, Originalfotos und -filme der beiden archäologischen Grabungen geben einen Einblick in die am Magdalenenberg eingesetzten archäologischen Methoden wie Dendrochronologie und Anthropologie.

- Arbeitskreis Landeskunde/Landesgeschichte RP Freiburg -