Friedrich Ebert - Vom Sattler zum Reichspräsidenten: Die Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Gedenkstätte in Heidelberg

Service

4.1 Praktische Tipps

Eingang zur Gedenkstätte, Pfaffengasse 18

B 22 Eingang zur Gedenkstätte, Pfaffengasse 18
(© Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Gedenkstätte)

Die Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Gedenkstätte

Die Gedenkstätte befindet sich in der Heidelberger Altstadt, vom S-Bahn-Haltepunkt der DB „Altstadt“ (Karlstorbahnhof) ist das Haus in ca. 10 Min. zu Fuß erreichbar. Die Bushaltestellen „Alte Brücke“, „Marstall“, „Universitätsplatz“ und „Rathaus/Bergbahn“ der Linien 32, 33 und 35 liegen nur wenige Gehminuten entfernt. Die genauen Verbindungen zum gewünschten Zeitpunkt sind über www.vrn.de zu erfahren.

Der Museumseingang ist in der Pfaffengasse 18, die Verwaltung befindet sich in der Unteren Straße 27.

Die Homepage www.ebert-gedenkstaette.de bietet Informationen und Materialien zum Thema an.
Die Museumpädagogik-Abteilung der Gedenkstätte hilft auch Schülergruppen bei der Vorbereitung für das Konzept „Schüler führen Schüler“. Eine Möglichkeit ist auch ein einwöchiges BOGY -Praktikum, das Einblick in das Museumswesen bietet.

Audio-Guide
Ein Audio-Guide kann kostenlos (gegen Pfand) ausgeliehen werden und liefert Zusatzinformationen zu den Tafeln und bietet vertiefende Texte, auch in Englisch, Französisch, Italienisch oder Spanisch.

Bibliothek
Die Bibliothek kann auch von Schülerinnen und Schülern für die Arbeit zu Friedrich Ebert, zur Weimarer Republik und verwandten Themen benutzt werden, etwa für die Vorbereitung einer GFS, Präsentation oder Abitur-Prüfung in Geschichte. Im Bestand sind ca. 7.500 Bücher, Broschüren und mikroverfilmte Zeitungen (z.B. lassen sich die Reaktionen auf den 9. Nov. 1918 auf lokaler Ebene untersuchen). Benutzer der Bibliothek sollten sich möglichst vorher anmelden.

Veranstaltungen
Die Gedenkstätte organisiert Sonderausstellungen, Vorträge und Zeitzeugengespräche zu den Themen Weimarer Republik, Nationalsozialismus, Widerstand und verwandten Bereichen.

Ebert-Bezüge in Heidelberg
In kaum einer deutschen Stadt gibt es keine nach Friedrich Ebert benannte Straße oder Brücke bzw. einen Platz. Institutionen wie die Friedrich-Ebert-Stiftung knüpfen an das soziale Engagement des Namensgebers an.

In Eberts Heimatstadt erinnern außer dem Geburtshaus in der Pfaffengasse die Friedrich-Ebert-Grundschule in der Sandgasse (nicht weit von der von Ebert besuchten Volksschule, die für die Erweiterung der Universitätsbibliothek abgerissen wurde) und die Friedrich-Ebert-Anlage mit dem Ebert-Platz an den großen Sohn der Stadt. Nach seiner sozial engagierten Frau (1955 in Heidelberg gestorben) ist das Louise-Ebert-Haus benannt, ein Seniorenzentrum der Arbeiterwohlfahrt.

Die Grabstätte Eberts und seiner Familie auf dem Bergfriedhof in der Rohrbacher Straße muss nicht von der ganzen Klasse besucht werden, ist aber für Schülerinnen und Schüler, die sich im Rahmen eines Projekts / einer GFS intensiver mit Ebert auseinandersetzen, ein lohnendes Ziel. Und wer Ebert besucht, kann gleich in der Nähe die Grabstätte der Dichterin Hilde Domin, einer „Schwester im Geiste“, besuchen.

Eberts Grab ist auf dem Bergfriedhof leicht zu finden. Ab dem Haupteingang in der Rohrbacherstraße (Haltestelle der Straßenbahnlinien 23 und 24) führen Hinweisschilder zur Grabstätte, die in der „Abteilung V neu“ zu finden ist und den Bereich 84/84 A-H sowie 85/85 A-C umfasst.

Hinweisschild auf dem Bergfriedhof in Heidelberg

B 23 Hinweisschild auf dem Bergfriedhof in Heidelberg
(© Volker v. Offenberg, Heidelberg)


4.2 Tipps zur Weiterarbeit

Literatur:

Aus der Fülle von Literatur zum Thema seien einige Werke genannt. Für Unterrichtszwecke, auch für die Schülerhand, sind besonders Mühlhausen 2008 und das Expertenheft 2012 geeignet.

König, Rudolf / Soell, Hartmut / Weber, Hermann (Hrsg.): Friedrich Ebert und seine Zeit. Bilanz und Perspektiven der Forschung. München 1991
(darin: Dieter K. Buse: Friedrich Eberts Aufstieg in der Sozialdemokratie des Deutschen Kaiserreichs. S. 35-53; Reinhard Rürup: Friedrich Ebert und das Problem der Handlungsspielräume in der deutschen Revolution 1918/19, S. 69-87; Eckhard Jesse: Friedrich Ebert und das Problem der Handlungsspielräume in der deutschen Revolution 1918/19, S.89-110; Gotthard Jasper: Die verfassungs- und machtpolitische Problematik des Reichspräsidentenamtes in der Weimarer Republik. Die Praxis der Reichspräsidenten Ebert und Hindenburg im Vergleich. S. 147-159)

Mühlhausen, Walter u. Braun, Bernd (Hrsg.): Friedrich Ebert und seine Familie. Private Briefe 1909-1924. München 1992

Rebentisch, Dieter: Friedrich Ebert und die Paulskirche. Die Weimarer Demokratie und die 75-Jahrfeier der 1848er Revolution. Heidelberg 1998

Walter Mühlhausen: Friedrich Ebert. Sozialdemokrat und Staatsmann. Leinfelden-Echterdingen 2008
(Taschenbuch, gut lesbar und sehr informativ, Literaturliste)

Mühlhausen, Walter: Im Visier der Fotografen. Reichspräsident Friedrich Ebert im Bild. Heidelberg 2009

Friedrich Ebert „Expertenheft“. Informationen, Quellen und Arbeitsvorschläge für Ebert-Expertinnen und -Experten und solche, die es werden wollen. Hrsg.: Stiftung Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Gedenkstätte. Heidelberg 2012
(gutes Material und viele Arbeitsblätter, bes. geeignet für die Sekundarstufe II)

Links:

www.ebert-gedenkstaette.de

 

 

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