Lange, betonte Vokale

Die Rechtschreibung stellt für viele Schülerinnen und Schüler eine Hürde dar. Es zeigt sich immer häufiger, dass Lernende bereits bei der Unterscheidung langer und kurzer Vokale Probleme haben. Deshalb sollte dies in Klasse 5 zunächst geübt werden, indem die Schülerinnen und Schüler deutlich artikulieren.

Weitere Festigungsstrategien sind z.B. das Schwingen, das Markieren von  Merkstellen im Wort beim Anlegen von Merklisten, sowie die Wiederholung und das kontinuierliche Einüben problematischer Wörter (vergleiche hierzu auch die Erarbeitungsstrategien im Rechtschreibrahmen).

Die Arbeitsblätter und Diktate auf dieser Seite bieten die Möglichkeit, im Unterricht gezielt diese besonderen Phomem-Graphem-Zuordnungen einzuüben, sowie Wesentliches nachzuschlagen (siehe Regelblatt). Die Materialien können den Lernenden auch zu Hause als Übungsmaterial dienen, diese Arbeitsblätter finden sie hier: Seite für die Lernenden mit Arbeitsblättern.

Die nun folgenden Materialien sind für die Lehrenden, sie enthalten Lösungshinweise.

  • Aufgabentyp "Wissen / Können" rezeptiv: Beim ersten Arbeitsblatt Vokalunterscheidung müssen die Lernenden zunächst einmal genau sprechen und hören sowie unterscheiden, ob der Vokal / die Vokale kurz oder lang gesprochen wird / werden.
  • Anschließend kann das Regelblatt lange Vokale ausgegeben werden, darin werden die wichtigsten Regeln vorgestellt und im Unterricht wird gemeinsam Fehlendes ergänzt. Das Regelblatt sollte im Heft oder Ordner abgelegt werden, damit die Schülerinnen und Schüler immer wieder darauf zurückgreifen können. Alternativ kann auch das ausgefüllte Regelblatt ausgegeben werden.

Zu den Inhalten der Arbeitsblätter :

  1. Arbeitsblatt 1 (Festigung) wiederholt mit Hilfe zweier „Wortsonnen“ einfache, lang gesprochene Vokale.
  2. Bei den Arbeitsblättern zur Regel 2 (Arbeitsblätter 2.1 bis 2.3) müssen die Schülerinnen und Schüler Wörter mit einem "h" in einem Wortgitter (Festigungsaufgabe im Format: .docx , .pdf) finden, die Wörter unterscheiden (Orientierungsaufgabe im Format: .docx , .pdf) und im dritten Arbeitsblatt in Tabellen eintragen (Festigungsaufgabe im Format: .docx , .pdf).
    Beim "h" ist es wichtig, den Unterschied zwischen dem "stummen h" (Naht) und dem "h" zwischen zwei Vokalen, dem "silbenöffnenden h" (se-hen), sehr deutlich herauszuarbeiten. Dabei müssen die Lernenden deutlich artikulieren und die Wörter verlängern. Es hat sich als sinnvoll erwiesen, die Wörter mit den Lernenden zu schwingen, wie sie es aus der Grundschule kennen. Dabei wird ihnen der Unterschied besonders bewusst.
  3. Im Arbeitsblatt zur Regel 3 (Festigung) werden getrennte Wörter dargeboten, die die Schüler zusammensetzen müssen. Alle haben gemeinsam, dass sie einen Diphthong haben.
  4. Im Arbeitsblatt zur Regel 4 (Festigung) geht es um das lange "i". Hier müssen die Schülerinnen und Schüler "i" oder "ie" einsetzen.
  5. Arbeitsblatt 5 greift Homophone mit langem, betontem Vokal auf (Erarbeitung).
  6. Das Arbeitsblatt 6 - "Schlangenwörter" - ist eine zusätzliche Festigungübung für die Lernenden und kann als Hausaufgabe gegeben werden. Darin müssen Wörter mit langem, betontem Vokal aufgeschrieben und anschließend der lange Vokal markiert werden.
  • Das Übungsdiktat und das Laufdiktat  bieten sich zum Wiederholen (Festigung) an. Gerade Fünftklässlerinnen und -klässler haben einen immensen Bewegungsdrang. Still zu sitzen kostet sie viel Konzentration, es fällt ihnen schwer, sich auf das Schreiben zu konzentrieren. Beim Laufdiktat gehen die Schüler vom Tisch zur Wand, wo das Diktat aufgehängt wird. Wichtig ist, dass im Raum mindestens vier, besser sechs Zettel hängen, die Schüler gehen und nicht rennen sowie nicht sprechen.
    Sie gehen zum Zettel, merken sich eine Sinneinheit, gehen zurück zu ihrem Platz und schreiben die Sinneinheit auf ihr Blatt. Festzustellen ist, dass die Schülerinnen und Schüler Laufdiktate sehr gerne machen, konzentriert arbeiten und sich an die Regeln halten. Die Bewegung hilft ihnen beim Lernen und Merken.
    In der Datei des Laufdiktates finden Sie auch einen Kontrollzettel. Dieser kann bei der späteren Kontrolle eingesetzt werden. Die Lernenden sollen die Diktate gegenseitig mit Hilfe des Komtrpllblattes verbessern und anschließend in Partnerarbeit die Fehler gemeinsam analysieren. Es bietet sich an, dass die Lehrkraft die Lernenden während dieser Phase unterstützt und an die einzelnen Tische geht, um auch zu sehen, wo die Fehlerschwerpunkte liegen und ob die Kinder richtig arbeiten.
  • Das Dosendiktat (Festigung) eignet sich für die Arbeit am Platz. Die Schülerinnen und Schüler prägen sich wie beim Laufdiktat längere Sinneinheiten visuell ein. Durch das genaue und konzentrierte Hinsehen wird der Wortschatz intensiver wahrgenommen und gespeichert. Die Anleitung für das Dosendiktat stellt dar, wie das Dosendiktat vorbereitet und durchgeführt wird.

 

Zu allen Arbeitsblättern finden Sie im Dokument die Lösungen, sodass aus dem Material auch ein Lernzirkel erstellt werden kann.

 


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Herausgeber: Landesbildungsserver Baden-Württemberg
Quelle: https://www.schule-bw.de

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