Jonas Lüscher: Frühling der Barbaren

Mit freundlicher Genehmigung des Verlages

Jonas Lüschers Novelle „Frühling der Barbaren“ greift eine sich ereignete, unerhörte Begebenheit auf.

Die Hauptfigur Preising  ist ein wohlhabender Firmenerbe, der einem Mitpatienten in einer psychiatrischen Klinik eine Geschichte erzählt. In dieser geht es den Finanzcrash Englands und dessen Folgen.

Preising stößt im Resort auf eine Gruppe englischer Banker, die eine Hochzeit feiern. Sie genießen ihr Geld und das Leben und nehmen nur sich selbst wahr, die Hauptfigur analysiert und bewertet die Lage, lernt die Eltern des Bräutigams kennen, die wie Preising nichts mit der Welt ihres Sohnes anfangen können. In der Hochzeitsnacht kommt es zum Wendepunkt, der englische Premierminister erklärt den Staatsbankrott. Vermögen sind vernichtet, die gesamte Hochzeits­gesell­schaft wird arbeitslos, Handys und Kreditkarten werden gesperrt. Das Luxusresort in der Wüste wird innerhalb von Stunden zu einem Ort, an dem es ums Überleben geht, die Hochzeitsgäste werden zu Barbaren und schrecken auch vor Mord nicht zurück.

Lüscher zeigt in seinem Werk die typische Finanzwelt, es geht um Geld, Macht und das eigene Wohl. Wie schnell alles verloren sein kann, zeigt die Novelle eindrücklich auf und regt zum Auseinandersetzen mit Moral und Ethik an.

Die Novelle eignet sich sehr gut zum Unterrichtseinsatz, da sie zum einen die typischen Novellenmerkmale aufweist, zum anderen zur Auseinandersetzung mit der Erzählperspektive, den Charakteren und mit philosophischen Theorien einlädt. Wichtig ist die Erarbeitung der Charaktere Preisings, der Bräutigameltern sowie ihrer verstorbenen Tochter. Das Unterrichtsmaterial bietet neben Unterrichtsanregungen auch Arbeitsblätter und Lösungen an.