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Segregation

4. Teilsequenz: Integration der Afroamerikaner

Als der Süden seine Selbstverwaltung zurückgewonnen hatte und die Reconstruction abgeschlossen war, taten die Weißen alles, um die neuen Verfassungszusätze zu sabotieren. Dies geschah einerseits in der täglichen Praxis, wo Schwarzen zum Beispiel der Zugang zu Parks, Hotels und anderen öffentlichen Einrichtungen untersagt wurde, andererseits auf der rechtlichen Schiene. "Das Oberste Gericht gab dabei regelmäßig den Einzelstaaten Recht gegen die Legislative des Bundes" (Flaig, a.a.O., S. 209).

Der entscheidende Fall vor dem Supreme Court war der Fall „Plessy gegen Ferguson“ im Jahr 1896. Der Gerichtshof entschied, dass eine Rassentrennung dann rechtmäßig sei, wenn Schwarzen gleichwertige Einrichtungen als Alternative zu denjenigen für Weiße angeboten würden. Diese als "Getrennt, aber gleich" bezeichnete Doktrin (separate but equal) führte zu einer generellen Rechtfertigung der Rassentrennung (segregation) in den USA.

Als die Gewalt gegen Schwarze in Form von Lynchmorden in den Südstaaten ein erschreckendes Ausmaß annahm, wurde 1909 wurde die National Association for the Advancement of Colored People (NAACP), die älteste Bürgerrechtsbewegung, gegründet. Sie versuchte, "die Rechte der Schwarzen durch Musterprozesse einzuklagen. Die noch heute etwa 500.000 Mitglieder zählende Organisation konnte erhebliche Erfolge für sich verbuchen" (ebda.).


Dieser Text basiert auf:
Egon Flaig, Weltgeschichte der Sklaverei, München 2009


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