Olsberg, Karl: Boy in a white room

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Mit freundlicher Genehmigung des Loewe-Verlages, alle Rechte liegen beim Verlag
  • ab 14 Jahren
  • Erstmals erschienen 2017, 4. Auflage 2018 
  • 288 Seiten
  • ISBN 978-3-7855-8780-5 

 

Einsatz

Ab Klasse 8, alle Schulformen

 

Der Inhalt

Der 15-jährige Ich-Erzähler Manuel erwacht in einem weißen Raum in Würfelform, die Wände scheinen von allein zu leuchten. Es gibt keine Lichtquelle, keine Fenster oder Türen. Sein Körper steckt in einem Overall „aus weißem Material“, er hat keinerlei Erinnerungen und Berührungen kann er nicht mehr spüren. Kommunizieren kann Manuel nur mit ALICE, uns aus der realen Welt als „SIRI“ bekannt.

Dieses Szenario ist die Eröffnung zu Karl Olsbergs „Boy in a white room“, einem dystopischen Roman, der für den deutschen Jugendliteraturpreis nominiert ist. Manuel begibt sich gegen die Widerstände seines angeblichen Vaters auf die gefährliche und spannende Suche nach seiner eigenen Geschichte und seinem Ich. Immer wieder wankt er zwischen Lügen und der Suche nach Wahrheit, der Frage, wem er vertrauen kann und wer er überhaupt ist.

Der Leser taucht ein in eine andere Welt, begegnet Orks und Zwergen aus Tolkins „Herr der Ringe“ sowie Figuren aus "Alice im Wunderland", neuer und vielleicht zukünftig bedrohlicher Technik und unvorhersehbaren Ereignissen.  Für Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums kann weiterführend mit der Intertextualität im Roman gearbeitet werden.

Es wird anschaulich gezeigt, wie der Mensch sich über die Schöpfung erhebt, in das Leben eingreift und dabei Maschinen und Technik teilweise unberechenbar werden. Nichts ist so, wie es zuerst erschien, während der Lektüre muss man unweigerlich an moderne Entwicklungen denken und über die Zukunft nachdenken. Descartes Leitsatz „Cogito ergo sum“ erhält in dem Werk eine neue Bedeutung, immer wieder werden ethische und philosophische Fragen aufgeworfen, die zum Nachdenken anregen.

 

Einsatz im Unterricht

Das Buch eignet sich hervorragend für den schulischen Einsatz in den Klassen 8 bis 11, da es thematisch passend und fesselnd geschrieben ist. Die Lektüre ist sowohl für Mädchen als auch Jungen geeignet, der Ich-Erzähler bietet Identifikationsmöglichkeiten für Jungen. Das Hörbuch ist ungekürzt und kann sehr gut als Medium für das auditive Verständnis eingesetzt werden.

 

Materialien

 


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Herausgeber: Landesbildungsserver Baden-Württemberg
Quelle: https://www.schule-bw.de

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