Der industrialisierte Nationalstaat - Durchbruch der Moderne

Moderne Lebenswelten um 1900

Ort/Region

Kurzbeschreibung

Karlsruhe
Die Ambivalenz moderner Lebenswelten um 1900: Beiträge Karlsruher Juden zur Modernisierung ihrer Stadt und konservative Gegenstimmen

Das neu erbaute Warenhaus der Geschwister Knopf
 Foto 1914

Das Modul gibt Einblicke in die Modernisierungsprozesse in Karlsruhe um 1900 anhand zeitgenössischer Bilder und Beispiele der Kaufmannsfamilie Knopf, des Fußballpioniers Walther Bensemann und der Abiturientin und Medizinstudentin Rahel Goitein.

Des Weiteren kommen konservative Gegenstimmen zu Wort, um die Ambivalenz der Moderne zu demonstrieren.

Besonders gefördert werden die Methoden-, Reflexions- und Orientierungskompetenz, Berücksichtigung finden auch die Leitperspektiven Bildung für Toleranz und Vielfalt (BTV) und Verbraucherbildung (MB).
Die Arbeitsmaterialien werden auf drei Niveaustufen (G, M, E/Gymnasium) angeboten. ... Weiter

Haigerloch, Hechingen, Sigmaringen
Jüdische Lebenswelten in Hohenzollern und am Oberen Neckar (1871-1933)

Klassenbild mit Lehrer Samuel Spatz vor der jüdischen Volksschule Rexingen (1928)

 Den oft stereotypen Vorstellungen vieler Schülerinnen und Schüler über „die Juden“ wird in dem Modul ein differenziertes Bild jüdischen Lebens vor 1933 entgegengestellt.
Am Beispiel zweier jüdischer Gemeinden in Hohenzollern und einer am Oberen Neckar lernen die Schüler unterschiedliche Milieus kennen: ein städtisch-bürgerliches in Hechingen und ein ländlich-kleinbürgerliches in Haigerloch und Rexingen.
Im Zentrum des Moduls stehen einzelne Biografien; daneben wird auf Themenbereiche wie Berufsleben, christlich-jüdisches Zusammenleben, soziale und politische Partizipation eingegangen. Materialien mit unterschiedlichen Anforderungsniveaus ermöglichen eine Binnendifferenzierung. ... Weiter
Sigmaringen
"Hexenschwaben und Schermausitaliener": Ein- und Auswanderung im Gebiet des heutigen Landkreises Sigmaringen

„Ausnahmezustand“ auf der Schwäbischen Alb: Italienische Wanderarbeiter beim Bau der Hohenzollerischen Kleinbahn

Das Modul thematisiert wichtige Migrationsbewegungen in der Region Sigmaringen, die den Zeitraum des Geschichtsunterrichts in den Jahrgangsstufen 7 und 8 betreffen (Einwanderung nach dem Dreißigjährigen Krieg, Auswanderung nach Südosteuropa, Auswanderung nach Amerika, Arbeitsmigration um 1900).
Ausgangspunkt des Moduls sind die kontroversen kommunalpolitischen Diskussionen im Zusammenhang der Einrichtung einer Landeserstaufnahmestelle für Flüchtlinge in der ehemaligen Graf-Stauffenberg-Kaserne in Sigmaringen im Jahr 2015. Daran anknüpfend stellen sich die Schüler der Frage, inwieweit und inwiefern Migration „schon immer ein Problem“ war. ... Weiter
Freiburg
Nachhaltigkeit in der Stadtplanung von der Industrialisierung bis heute - ein Längsschnitt

(Das idyllische) Freiburg im Breisgau um 1900

Das Modul betrachtet die "Stadtplanung" am Beispiel Freiburgs im Breisgau im historischen Längsschnitt vom 19. Jh. bis heute. Dabei stehen Nachhaltigkeit, Umweltschutz und Lebensqualität im Vordergrund. Exemplarisch werden folgende Stationen betrachtet: Der Sonderweg der Industrialisierung Freiburgs; die Aspekte der städtischen „Identitätssuche“, des sozialen Wohnungsbaus bzw. der Segregation sowie die Entwicklung spezifischer Stadtteile. ... Weiter