Regierungssysteme im Vergleich

Aus der Geschichte lernen
Regierungssysteme lassen sich aus den jeweiligen historischen Erfahrungen und Prioritäten der Zeit ihrer Entstehung erklären. Sie scheinen unterschiedliche Stärken und Schwächen zu haben.

Großbritannien: Tradition und Polarität
Das britische Regierungssystem ging aus der stetigen Emanzipation des Bürgertums der Monarchie gegenüber hervor. Die Houses of Parliament sind symmetrisch zwischen Adel und Bürgerschaft angelegt, aber nur Letztere hat die Macht, wie "teaching resources" in verschiedenen Schwierigkeitsgraden zeigen. Während diese mit "pomp and circumstance" repräsentiert, sind die Umgangsformen im "House of Commons" recht robust. "Madam" oder Mister "Speaker", "prima" bzw. "primus inter pares", greift mit: "Order, order" mäßigend ein.
Das Mehrheitswahlrecht, "first-past-the-post", bedeutet, dass eine Partei mit nur ca. einem Drittel der Wählerstimmen im Unterhaus meist die absolute Mehrheit hat, so dass von "elective dicatorship" die Rede ist. Das Mehrheitswahlrecht sorgt aber auch dafür, dass jeder Wahlkreis nur von einem "Member of Parliament" vertreten wird, der oder die jede Woche im Wahlkreis Sprechstunde hält. Daher auch das britische Unbehagen über die nicht direkt gewählte, aber mächtige Verwaltung der Europäischen Union. - Bei den britischen Wahlen 2015 sorgte das Mehrheitswahlrecht für unverhältnismäßig viele Sitze für die "Conservatives", während andere Parteien im Verhältnis zur Zahl ihrer Wähler unterrepräsentiert sind.

Systems of Government compared - USA UK Deutschland: Tabelle - Vergleich Regierungssysteme Lösung - soziokulturelles Wissen interkulturelle kommunikative Kompetenz - Landesbildungsserver Baden-Württemberg Englisch

Die USA: Gleichgewicht der Kräfte
In Amerika bleibt der offizielle Ton auch bei heftigen Meinungsverschiedenheiten maßvoll. Der Präsident ist schließlich nicht nur politischer Gegner, sondern stets Staatsoberhaupt, dem die bürgerliche Selbstachtung Respekt schuldet. Das in der Verfassung verankerte System von "checks and balances", eine komplexe Gewaltenteilung, verhindert den Rückfall in die Alleinherrschaft, erschwert allerdings auch Kompromisse, was zu politischer Stagnation zum Schaden des Landes führt.

Deutschland: Konsens und Bemühen um Kontinuität
Das deutsche Regierungssystem seit 1949 erfordert mit Föderalismus und häufigen Wahlen Verständigung über Parteigrenzen hinweg. Meist brauchen Parteien einander, um eine Regierung zu bilden, weswegen der politische Umgangston auch überwiegend maßvoll bleibt. Das Bundesverfassungsgericht wacht darüber, dass die freiheitlich demokratische Grundordnung unangetastet bleibt.


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