Die Caesarmörder

Die politischen Akteure in Ciceros Philippischen Reden: Die Caesarmörder und ihr Umfeld

M. Iunius Brutus

M. Iunius Brutus (85 - 42 v. Chr.) entstammte einer Familie mit ausgeprägter republikanischer Tradition: Sein Vorfahr L. Iunius Brutus soll im Jahr 509 v. Chr. die Republik begründet haben. M. Iunius Brutus war ein langjähriger Freund Ciceros, der ihm einige Bücher gewidmet hatte. Er kämpfte im Bürgerkrieg auf der Seite des Pompeius, wurde aber von Caesar begnadigt und söhnte sich offenbar mit ihm aus; so erhielt er für das Jahr 44 v. Chr. das Amt des Praetor urbanus und war daher für die Abhaltung bestimmter Spiele (ludi Appollinares) verantwortlich. Er war dann aber einer der führenden Köpfe bei der Planung und Durchführung des Attentats. Nach diesem ergriff er aber nicht die Initiative, vielleicht weil er nicht mit dem allgemeinen Unmut über Caesars Ermordung gerechnet hatte. Daher zog er sich auf seine Landgüter zurück. Im Sommer 44 v. Chr. (vermutlich im August) bekam er die Provinz Kreta zugesprochen. Ende des Jahres 44 griff er Antonius' Truppen im Osten an.

Zum Wikipedia-Artikel über M. Iunius Brutus.

D. Iunius Brutus Albinus

Bruder des Marcus Brutus, im Jahr 44 v. Chr. Statthalter der Provinz Gallia citerior; er weigerte sich, die Provinz wie vorgesehen an M. Antonius zu übergeben. So kam es zum oberitalischen Krieg zwischen Antonius und D. Brutus.
In der 3. Philippischen Rede fordert Cicero, das Vorgehen des D. Brutus zu legitimieren.

Zum Wikipedia-Artikel über D. Iunius Brutus.

C. Cassius Longinus

Nach militärischen Erfolgen gegen die Parther und in Syrien engagierte er sich im Bürgerkrieg auf der Seite des Pompeius. Unmittelbar vor dem Attentat auf Caesar trafen sich die Attentäter in seinem Haus. Cassius soll auch die Ermordung des Antonius gefordert haben, konnte sich aber nicht durchsetzen - Cicero kritisiert in seiner zweiten Philippischen Rede, dass dieser Plan damals nicht umgesetzt wurde. Wie M. Iunius Brutus zog sich Cassius im Sommer des Jahres 44 v. Chr. aus Rom zurück. Er kämpfte dann im Frühjahr 43 v. Chr. gegen Dolabella und besiegte diesen.