„(…) so sollen dieselben (…) auch friedlich und ruhig beieinander leben und wohnen“ - Biberach zwischen Reformation und Parität

Autor: Frank Rostock

- Arbeitskreis Landeskunde/Landesgeschichte RP Tübingen -

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Der ausgestopfte Biber – Wappentier der Stadt Biberach - thronte als Symbol der Einheit in einer konfessionell gemischten Stadt jahrhundertelang über dem Sitzungssaal.ildbeschreibung

Kurzbeschreibung der Einheit/des Moduls:

Das Modul thematisiert die Einführung und Auswirkungen der Reformation in der Reichsstadt Biberach. Dabei wird auf den Sonderfall eingegangen, dass sich in der Stadt zwei Konfessionen behaupten konnten und sowohl das Zusammenleben als auch die Politik in Biberach auf je eigene Art prägten. Als historisch bemerkenswert ist hier die Parität in der Verwaltung der Stadt zu nennen. Sie wurde 1648/49 festgelegt und hatte bis ins 19. Jahrhundert hinein Bestand.Daneben gilt die Biberacher Stadtkirche St. Martin als eine der ältesten Simultankirchen Deutschlands, deren Ursprünge auf das Jahr 1548 zurückgehen.

Die Schüler lernen zunächst exemplarisch an einem Text über den Bildersturm den Prozess der Umgestaltung von Kirche und Stadtregiment im Zuge der kommunalen Reformation kennen. Darüber hinaus wiederholen sie Grundzüge der reformatorischen Lehre. Die aus der Reformation in Biberach entstehenden Konflikte werden möglichen Konfliktlösungsansätzen und -chancen gegenübergestellt. Die Schüler erkennten schließlich die Möglichkeiten und Grenzen des Miteinanders in einer durch konfessionelle Konflikte geprägten Zeit.

 

1 Hintergrund
  Zeittafel
  Bedeutung
2 Methodenvorschlag
  Bildungsplan
  Didaktische Hinweise
  Verlaufsplanung mit Materialien
3 Materialien und Medien
  Übersicht
4 Service
  Literatur, Links, Sonstiges