BRD und DDR - zwei Staaten, zwei Systeme in der geteilten Welt:
Nachkriegszeit, Teilung - Wiedervereinigung

1940er Jahre: Flucht und Vertreibung, Zusammenbruchsgesellschaft

Folgen des Zweiten Weltkriegs - Ausgangsbedingungen der Nachkriegszeit

Ort/Region

Kurzbeschreibung

Ulm Demokratischer Neubeginn 1945

Amerikanische Soldaten

US-Soldaten mit Gefangenen
© Stadtarchiv Ulm

Das in Sek I und Sek II einsetzbare Modul stellt politische und gesellschaftliche Phänomene des Umbruchjahres 1945 in den Mittelpunkt.

Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf den Komplexen Denazifizierung und Demokratisierung. Regionale Erscheinungsformen und Besonderheiten werden im Kontext der übergreifenden Zusammenhänge beleuchtet.

Das Handeln der alliierten Besatzungsbehörden wie auch der deutschen Akteure wird anhand von Quellen und Materialien in seinem komplexen Wechselspiel deutlich.

Aalen Die Nachkriegszeit in Aalen

Aalen - Nachkriegszeit

US-Kampftruppen
© Stadtarchiv Aalen

Das Modul vermittelt, was der abstrakte Begriff "Demokratisierung" - ein Ziel der Alliierten bei der Potsdamer Konferenz – konkret für die Bevölkerung vor Ort heißt. Die Zulassung von Parteien, Abhaltung erster Wahlen und die Förderung der ersten Nachkriegszeitung durch die amerikanische Besatzungsmacht bilden den Kern des Moduls.

Mit der schlechten Versorgungslage, der Aufnahme von Flüchtlingen und der Entnazifizierung werden auch andere Alltagsthemen aus der Zeit Deutschlands nach 1945 behandelt.

Heilbronn „…ich war nur Mussmitglied“ – Die Entnazifizierung in Heilbronn

Station „Nachkriegszeit“. Ausstellungsmodul im Haus der Stadtgeschichte Heilbronn © Steffen Gassert

© Steffen Gassert
Station „Nachkriegszeit“

Die in ihrer Dimension bis heute kaum fassbaren Verbrechen der Nationalsozialisten werfen stets aufs Neue die Frage nach Schuld und Sühne auf. Wie soll man mit den Millionen Menschen umgehen, die diese Verbrechen mitgetragen, geduldet und damit überhaupt erst ermöglicht haben?

Am Beispiel der Entnazifizierung, der Antwort der alliierten Siegermächte auf dieses Problem, können Möglichkeiten und Grenzen des Umgangs mit Schuld und Verantwortung im Unterricht ausgelotet werden.

Der regionale Bezug auf Heilbronn verweist auf die Allgegenwärtigkeit dieser Frage in Deutschland nach 1945.

Ludwigsburg „Fluchtpunkt“ Ludwigsburg: 1945/46, 2016?

	Flüchtlingsunterkunft in Ludwigsburg

© Ludwigsburger Kreiszeitung
Flüchtlingsunterkunft in Ludwigsbug

Die Schülerinnen und Schüler (Sek. I) schlüpfen in die Rolle von Journalisten, die sich 1945/46/47 und 2015/2016 kritisch mit Ludwigsburg als Ankunfts- und Lebensort für Flüchtlinge auseinandersetzen.

Sie nehmen dabei die Perspektive der Ludwigsburger Bürger, der Stadtverwaltung und der Flüchtlinge ein. Dadurch erfahren sie Ludwigsburg als „Fluchtpunkt“ aus drei verschiedenen Blickwinkeln. Sie erkennen die Standortgebundenheit der jeweiligen historischen bzw. aktuellen Situation und vertiefen dabei ihre Orientierungskompetenz.

Über differenziertes Material und diverse Methodenvorschläge wird der Umgang mit regionalgeschichtlichen Quellen geschult. Die Lernenden werden dazu aufgefordert sich selbst zum Thema zu positionieren und eine begründete Haltung einzunehmen. (Reflexionskompetenz)

Heilbronn  Zerstörung und beginnender Wiederaufbau - Heilbronn in den Jahren 1944 – 1950

Zerstörte Kernstadt von Heilbronn 1945

Am regionalen Beispiel Heilbronn lernen die Schülerinnen und Schüler mit gestaltpädagogischen, handlungs- und produktionsorientierten Methoden die Auswirkungen des Bombenkriegs als Folge der nationalsozialistischen Angriffspolitik kennen und setzen sie in Beziehung zum Kriegsgeschehen.

Sie versetzen sich in die Lage der Betroffenen, analysieren ihre Lebensumstände und die Maßnahmen der Besatzungsmacht und setzen sich mit der Erinnerung an den Untergang des alten Heilbronns in der Bombennacht des 4. Dezember 1944 und den Überlegungen zum Wiederaufbau auseinander.

   

 


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