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Die "doppelte" Grenze des Imperiums - Der Odenwaldlimes rund um Mudau-Schloßau


Bedeutung

Hintergrundinformationen

Betrachtet man eine Karte der römischen Besetzung Germaniens, dann fällt ein Aspekt besonders auf: Der im Gebiet des Odenwaldes gelegene mittlere Abschnitt des Limes ist doppelt eingezeichnet. Zur Frage, weshalb der ursprüngliche Odenwaldlimes, der zwischen 80 und 160 n. Chr. angelegt wurde, nach einigen Jahrzehnten aufgegeben und durch eine neue nach Osten vorverlegte Grenzlinie ersetzt wurde, gibt es nur sehr wenige Quellen, die zudem keine eindeutige Antwort zulassen.

Der obergermanische Limes

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Der obergermanische Limes. Die hintere und vordere Linie des Odenwaldlimes sind rot markiert.
© Claus Hanak

Die Tatsache, dass es im Odenwald zwei annähernd parallel verlaufende Limesstrecken im Abstand von etwa 30 km gibt, ist auf alle Fälle außergewöhnlich und in dieser Form einzigartig. Für die Arbeit im Unterricht bietet sich daher die Möglichkeit, die Schülerinnen und Schüler die Gründe für die Verschiebung selbst herausfinden zu lassen, dabei lernen sie gleichzeitig auch etwas über die Arbeit von Historikern (Frühgeschichtsforschern).

Gleichzeitig ermöglichen die bei Schloßau gemachten archäologischen Funde (Heiligtum, Kastell und Vicus) einen anschaulichen und transferfähigen Einblick in zentrale Aspekte der römischen Besiedlungsgeschichte Südwestdeutschlands (Eroberungsgeschichte, Bedeutung und Funktion des Limes, Siedlungsformen, Leben am Limes, römische Götterwelt).

 

- Arbeitskreis Landeskunde/Landesgeschichte RP Karlsruhe -


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