Europa im Mittelalter - Lebenswelten in der Agrargesellschaft und Begegnungen mit dem Fremden

Mittelalterliche Lebenswelten: Burg - Rittertum

Burg

Singen

Die Burg Hohentwiel - eine beispielhafte Festung

Die imposante Burg Hohentwiel vor Alpenkulisse

Dieses Modul ermöglicht einen regionalhistorischen Zugang zum Thema Burg in Mittelalter und Neuzeit.

Beispielhaft wird hier die Festungsruine Hohentwiel bei Singen erforscht. Das Modul ist besonders geeignet als Vorbereitung auf einen Besuch der Ruine. Aufgrund zahlreicher multimedialer Elemente, die eine virtuelle Auseinandersetzung mit der Burg ermöglichen, kann das Modul aber auch anstelle eines Besuchs eingesetzt werden.

Baden-Baden

Die Burg Hohenbaden (Altes Schloss)

Burg Hohenbaden, Luftaufnahme von 1993.

Das Unterrichtsmodul „Die Burg Hohenbaden (Altes Schloss)/Baden-Baden“ ermöglicht es Schülerinnen und Schülern am Beispiel einer der bedeutendsten Burgruinen des deutschen Südwestens – der namengebenden Stammburg der Markgrafen von Baden – die Baugeschichte einer Burg zu analysieren, die charakteristischen Baubestandteile eines mittelalterlichen Adelssitzes zu erfassen und fachgerecht zu benennen sowie dessen Funktionen zu erkennen. Im Anschluss daran wird nach Gründen für den Niedergang und die Aufgabe der Burg Hohenbaden in der Frühen Neuzeit gesucht.
Odenwald
Die Burg Wildenberg – Burganlage eines Mannes aus der Führungsschicht des Stauferreiches
 

Die Burg Wildenberg aus östlicher Richtung gesehen, Luftaufnahme von 2010

Die Burgruine Wildenberg im Odenwald ist kunstgeschichtlich, historisch und literaturgeschichtlich eine der bedeutendsten stauferzeitlichen Burgen Deutschlands.

Am Beispiel der Wildenberg können Schülerinnen und Schüler noch heute alle wesentlichen Merkmale einer Burganlage des Hochmittelalters erkennen und nachvollziehen, wie es sich in einer Burg lebte. Durch eine nähere Beschäftigung mit dem Erbauer der Burg Ruprecht von Dürn, der ein treuer Gefolgsmann der Stauferkaiser war, lernen die Schülerinnen und Schüler gleichzeitig eine der wichtigsten schriftlichen Quellengattungen des Mittelalters kennen, die Urkunden.

Rittertum

Bad Münster am Stein-Ebernburg

Franz von Sickingen und das Aufbegehren des Ritteradels im Zeitalter von Reichsreform und Reformation

Hieronymus Hopfer: Franz von Sickingen

Das Modul thematisiert am Beispiel des Reichsritters Franz von Sickingen (1481-1523) die Reaktion des Niederadels auf seinen durch zahlreiche Modernisierungsfaktoren ausgelösten militärischen, wirtschaftlichen und herrschaftlichen Bedeutungsverlust an der Wende vom Spätmittelalter zur Neuzeit.

Der Prozess der Ausbildung frühneuzeitlicher Territorien wird damit einmal aus der Sicht seiner Verlierer beleuchtet und zugleich verdeutlicht, welche politische Sprengkraft den Ideen der Reformation innewohnte. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Dekonstruktion der historisch stark überhöhten Gestalt Franz von Sickingens bzw. einer quellenkritischen Betrachtung.

Heidelberg
St. Vitus - Grablege des letzten Ritters von Handschuhsheim

Epitaph des Hans (Johann V.) von Handschuhsheim und seiner Schwester Barbara

Die hier vorgestellten Unterrichtsmaterialien sind für die Sekundarstufe 1 konzipiert. Hauptsächlich werden folgende Aspekte im Modul thematisiert: Die Lebenswelt eines Ritters; Wichtige Hofämter im Mittelalter; Ausbildung zum Ritter; Ausrüstung eines Ritters; Ritterliche Tugenden; Entstehung, Gebrauch und Anfertigung von Wappen.