Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg

Erinnerung und Verantwortung

Ort/Region

Kurzbeschreibung

Überlingen
Zwangsarbeit im Überlinger Stollen und die Erinnerung daran

KZ-Friedhof bei Birnau (2017)

 Das Modul für die Sekundarstufe I setzt sich mit der NS-Zwangsarbeit im Überlinger Stollen auseinander. Am regionalgeschichtlichen Beispiel können allgemeine Merkmale von Zwangsarbeit herausgearbeitet und übertragen werden. Des Weiteren steht die Diskussion, ob und wie an die Zwangsarbeit heute erinnert werden soll bzw. kann, im Zentrum. Die Schülerinnen und Schüler erhalten die Möglichkeit, einen eigenen Mahnmalentwurf zu gestalten und ihn auf die Aussageabsicht im Bezug zu den bereits erarbeiteten historischen Fakten zu überprüfen. Alle Materialien sind nach Niveaustufen differenziert.
Heilbronn
„…ich war nur Mussmitglied“ – Die Entnazifizierung in Heilbronn

Station „Nachkriegszeit“

Die in ihrer Dimension bis heute kaum fassbaren Verbrechen der Nationalsozialisten werfen stets aufs Neue die Frage nach Schuld und Sühne auf. Wie soll man mit den Millionen Menschen umgehen, die diese Verbrechen mitgetragen, geduldet und damit überhaupt erst ermöglicht haben? Am Beispiel der Entnazifizierung, der Antwort der alliierten Siegermächte auf dieses Problem, können Möglichkeiten und Grenzen des Umgangs mit Schuld und Verantwortung im Unterricht ausgelotet werden. Der regionale Bezug auf Heilbronn verweist auf die Allgegenwärtigkeit dieser Frage in Deutschland nach 1945.
Südlicher Oberrhein
 

Gedenkstättenverbund Südlicher Oberrhein

 Das binnendifferenzierte Modul richtet sich an Schülerinnen und Schüler der Sek. I.
Exemplarisch lassen sich anhand des vorliegenden Moduls in zwei Doppelstunden Formen der Erinnerung an die NS-Diktatur (Geschichtsdokumentation und Zeitzeugeninterview) erarbeiten und auf ihre Standortgebundenheit untersuchen.
Thematisch steht in der ersten Doppelstunde die auch online frei zugängliche Geschichtsdokumentation „Geschichte ganz nah“ zu den sechs Gedenkstätten des Verbundes Südlicher Oberrhein im Zentrum. Die zweite Doppelstunde vertieft das kritische Hinterfragen von Darstellungen über die Vergangenheit anhand eines exemplarischen Zeitzeugeninterviews.
Konstanz
Anständig gehandelt? Der Fall des Bruno Helmle

 

Bruno Helmle 1990

Das Unterrichtsmodul beschäftigt sich mit dem ehemaligen Konstanzer Oberbürgermeister Bruno Helmle (Oberbürgermeister 1959 bis 1980), der für  seine Verdienste zum Ehrenbürger der Stadt und zum Ehrensenator der Universität Konstanz ernannt wurde. Seit dem Jahr 2010 wurden aber Unterlagen bekannt, die Helmles Verstrickungen in die NS-Politik offenbarten.  In der Folge wurden Helmle posthum Ehrenbürgerwürde wie Ehrensenatorwürde aberkannt, was über die Stadtgrenzen hinaus für Diskussionen sorgte.

Das Modul gibt Schülerinnen und  Schülern die Möglichkeit, sich auf der Grundlage von Quellen und einem Expertengutachten mit Helmles Handeln im Nationalsozialismus kritisch auseinander zusetzen.

Freiburg
„Umbenennung empfohlen“ – Straßennamen als kollektives Gedächtnis der Stadt