Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg

Erinnerung und Verantwortung

Ort/Region

Kurzbeschreibung

Freiburg Historisch fragwürdige Straßennamen in Freiburg - beibehalten, ändern oder ... ?

 Die Hindenburgstraße ist eine der zwölf Straßen, deren Umbenennung die 'Kommission zur Überprüfung der Freiburger Straßennamen' 2016 vorgeschlagen hat.

Die Benennung von Straßen nach Personen hat eine lange Tradition. Sie spiegelt wider, wen man zur Zeit der Benennung dieser Ehre als würdig betrachtete, oder an wen man zumindest erinnern wollte.
Das Modul führt die Schülerinnen und Schüler in die Problematik historisch fragwürdiger Straßennamen ein. Es richtet sich an allgemeinbildende und berufliche Schulen (Klasse 9 der Sekundarstufe 1 bzw. der Gymnasien; Jahrgangsstufe 1 der beruflichen Gymnasien) und umfasst Materialien für die drei Niveaustufen (G / M / E).
Spaichingen Das KZ vor der Haustür - KZ Spaichingen, ein Außenlager von Natzweiler-Struthof

Ehemaliges KZ-Gebäude - Fotografie von 1952

Ausgehend von der Gedenkstätte erarbeiten die Schülerinnen und Schüler in einem Gruppenpuzzle Themen wie die Geschichte des Außenlagers, den Lageralltag der Häftlinge, Beobachtungen und Reaktionen der Bevölkerung, Verantwortliche und Täter, Todesmarsch und Gedenken/Erinnerung. Damit soll das Bewusstsein geschaffen werden, dass es neben den bekannten KZ wie Buchenwald, Dachau oder Auschwitz auch kleinere Lager gab, die für das NS-System wichtig waren - wie dieses hier in Spaichingen.
Das für die drei Niveaustufen (G/M/E) differenzierte Modul eignet sich für die GMS, die Sek.I, die Zweijährige Berufsfachschule und die Sekundarstufe II.

Überlingen Zwangsarbeit im Überlinger Stollen und die Erinnerung daran

KZ-Friedhof bei Birnau (2017)

Das Modul für die Sekundarstufe I setzt sich mit der NS-Zwangsarbeit im Überlinger Stollen auseinander. Am regionalgeschichtlichen Beispiel können allgemeine Merkmale von Zwangsarbeit herausgearbeitet und übertragen werden. Des Weiteren steht die Diskussion, ob und wie an die Zwangsarbeit heute erinnert werden soll bzw. kann, im Zentrum. Die Schülerinnen und Schüler erhalten die Möglichkeit, einen eigenen Mahnmalentwurf zu gestalten und ihn auf die Aussageabsicht im Bezug zu den bereits erarbeiteten historischen Fakten zu überprüfen. Alle Materialien sind nach Niveaustufen differenziert.
Heilbronn „…ich war nur Mussmitglied“ – Die Entnazifizierung in Heilbronn

Station „Nachkriegszeit“

Die in ihrer Dimension bis heute kaum fassbaren Verbrechen der Nationalsozialisten werfen stets aufs Neue die Frage nach Schuld und Sühne auf. Wie soll man mit den Millionen Menschen umgehen, die diese Verbrechen mitgetragen, geduldet und damit überhaupt erst ermöglicht haben? Am Beispiel der Entnazifizierung, der Antwort der alliierten Siegermächte auf dieses Problem, können Möglichkeiten und Grenzen des Umgangs mit Schuld und Verantwortung im Unterricht ausgelotet werden. Der regionale Bezug auf Heilbronn verweist auf die Allgegenwärtigkeit dieser Frage in Deutschland nach 1945.
Südlicher Oberrhein  „Geschichte ganz nah“ – Der Gedenkstättenverbund Südlicher Oberrhein im Spiegel der Geschichtsdokumentation

Gedenkstättenverbund Südlicher Oberrhein

Das binnendifferenzierte Modul richtet sich an Schülerinnen und Schüler der Sek. I.
Exemplarisch lassen sich anhand des vorliegenden Moduls in zwei Doppelstunden Formen der Erinnerung an die NS-Diktatur (Geschichtsdokumentation und Zeitzeugeninterview) erarbeiten und auf ihre Standortgebundenheit untersuchen.
Thematisch steht in der ersten Doppelstunde die auch online frei zugängliche Geschichtsdokumentation „Geschichte ganz nah“ zu den sechs Gedenkstätten des Verbundes Südlicher Oberrhein im Zentrum. Die zweite Doppelstunde vertieft das kritische Hinterfragen von Darstellungen über die Vergangenheit anhand eines exemplarischen Zeitzeugeninterviews.
Konstanz Anständig gehandelt? Der Fall des Bruno Helmle

 

Bruno Helmle 1990

Das Unterrichtsmodul beschäftigt sich mit dem ehemaligen Konstanzer Oberbürgermeister Bruno Helmle (Oberbürgermeister 1959 bis 1980), der für  seine Verdienste zum Ehrenbürger der Stadt und zum Ehrensenator der Universität Konstanz ernannt wurde. Seit dem Jahr 2010 wurden aber Unterlagen bekannt, die Helmles Verstrickungen in die NS-Politik offenbarten.  In der Folge wurden Helmle posthum Ehrenbürgerwürde wie Ehrensenatorwürde aberkannt, was über die Stadtgrenzen hinaus für Diskussionen sorgte.

Das Modul gibt Schülerinnen und  Schülern die Möglichkeit, sich auf der Grundlage von Quellen und einem Expertengutachten mit Helmles Handeln im Nationalsozialismus kritisch auseinander zusetzen.

   

 

 


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