Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg

Zweiter Weltkrieg

Ort/Region

Kurzbeschreibung

Spaichingen Von der Ostfront nach Spaichingen - Feldpost subjektive, entmythologisierende Zeugnisse eines Krieges

Deutsche Wehrmachtssoldaten beim Schreiben von Briefen

Deutsche Wehrmachtssoldaten beim Schreiben von Briefen

Im Mittelpunkt der vorliegenden Unterrichtseinheit stehen Feldpostbriefe des Infanteristen Karl Bühler aus Spaichingen. Es sind Briefe, die er während des Vormarsches in Richtung Stalingrad im Sommer und Herbst 1942 und aus dem Kessel Stalingrads (November 1942 bis Januar 1943) an seine Verwandten in Spaichingen schrieb. Die Schülerinnen und Schüler erstellen in der ersten Doppelstunde eine Zusammenschau von Makro- und Mikrohistorie, die bereits deutlich macht, dass der Mythos der Schlacht um Stalingrad im Kontrast zum Alltag des Soldaten steht. In Ansätzen wird so die Propagandakonstruktion dekonstruiert. Kernstück der zweiten Doppelstunde ist eine intensive Analyse der Brieftexte
Triberg / Schwarzwald

"Also Tote hat es bei uns keine gegeben!" NS-Zwangsarbeit in landwirtschaftlichen Betrieben des Schwarzwalds

Zwangsarbeiter in der Landwirtschaft

Zwangsarbeiter in der Landwirtschaft

2008/09 widmeten sich Schülerinnen und Schüler des Schwarzwald-Gymnasiums Triberg einem Geschichtsprojekt zur NS-Zwangsarbeit in landwirtschaftlichen Betrieben des Schwarzwalds. Dabei führten sie Zeitzeugeninterviews auf Höfen rund um Triberg durch. Diese Unterrichtseinheit greift die Ergebnisse des Projekts auf und verdeutlicht, dass Zwangsarbeit nicht nur weit weg in Konzentrationslagern stattfand, sondern auch vor Ort auf dem Bauernhof. Im Mittelpunkt steht also die Perspektive der Zeitzeugen und deren Einordnung. Im zweiten Teil geht es um die heutige Perspektive auf die Zwangsarbeit, die mit Hilfe eines Rollenspiels einer Gemeinderatssitzung erörtert wird.
 Tuttlingen  "Dass sich noch Leute finden, welche an uns denken (...)", Zwangsarbeiter in Tuttlingen - Spurensuche - Erinnern - Verantwortung

Karteikarte Boleslaw Prochazka

Das Unterrichtsmodul stellt die Erzählungen ehemaliger Zwangsarbeiterinnen und -arbeiter, die in Tuttlingen beschäftigt waren, in den Mittelpunkt. Diese waren zum Zeitpunkt ihres Einsatzes ähnlich alt wie die Schülerinnen und Schüler. Deshalb kann es gelingen, Empathiefähigkeit zu schulen, die für die Demokratiebildung bedeutend ist. Indem die Schülerinnen und Schüler eine Ausstellung zum Thema "Zwangsarbeiter in Tuttlingen - Widerspruch zur NS-Ideologie oder Umsetzung der Ideologie?" entwickeln, werden individuelle Erinnerungen in einen historischen Zusammenhang gesetzt. Dabei wird kreatives, entdeckendes und forschendes Lernen gefördert. Auf die Entwicklung der Medienkompetenz wird besonderes Augenmerk gelegt.

 

 


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