Europa nach der Französischen Revolution - Bürgertum, Nationalstaat, Verfassung


Migration: Auswanderung nach Amerika - politische und wirtschaftliche Gründe

Ort/Region

Kurzbeschreibung

 Main-Tauber-Kreis Auf der Suche nach einer gesicherten Existenz - am Beispiel des Küferlehrlings Theodor Grein aus Mondfeld

Teilansichten von Mondfeld (ca. 1920)

Anhand von unbearbeiteten Archivalien sollen die Schülerinnen und Schüler an das Lesen historischer Schriften zum Thema Auswanderung nach Amerika herangeführt werden und damit Einblicke in die Arbeit eines Historikers erhalten.

Zum anderen sollen sie aber auch erkennen, welche Gründe (Push- und Pull-Faktoren) es für junge Erwachsene gab, die Heimat zu verlassen und sich in einem neuen Land eine Existenz aufzubauen. Dabei lernen sie auch, dass der Staat seine Landeskinder nicht so einfach ziehen ließ, sondern die Auswanderung an bestimmte Bedingungen geknüpft war.

 Schwarzwald Heimat und Migration – am Beispiel des 19. Jh. im Schwarzwald

Hans Thoma -
Tal bei Bernau

In zwei Doppelstunden wird das Thema " Heimat und Migration – am Beispiel des 19. Jahrhunderts im Schwarzwald " betrachtet. Die erste Doppelstunde widmet sich einer Betrachtung des Begriffs „Heimat“. Anhand von Landschaftsmalereien wird der Begriff in seiner Bedeutung damals der aktuellen Diskussion gegenübergestellt.

Die zweite Doppelstunde widmet sich dem Thema „Migration – am Beispiel des Schwarzwaldes im 19. Jh.“ Dabei stehen wirtschaftliche Gründe im Vordergrund, die anhand von push- und pull-Faktoren erarbeitet werden.

Schwäbisch-Gmünd Nach Amerika auswandern – oder doch bleiben?

Die Freiheitsstatue in New York auf dem Briefpapier eines Auswanderers.

Migration als historisches Grundphänomen – ein aktuelles Thema mit langer Tradition. Das lässt sich exemplarisch am regionalgeschichtlichen Modell verdeutlichen: Damals verließen über 1000 Gmünder ihre Heimat, um in der Fremde ihr Glück zu suchen. Briefe der Auswanderer geben Auskunft darüber, aus welchen Motiven sie die weite und oft gefährliche Reise in die „Neue Welt“ antraten und wie sie die Herausforderungen in dem fremden Land meisterten. Doch die schwierige Entscheidung zur Auswanderung musste genau bedacht werden.

Diese Situation sollen die Schülerinnen und Schüler über ein Rollenspiel nachvollziehen – als Informationsbasis dienen verschiedene Auswandererbriefe, die auf einer Lerntheke angeboten werden.

 Heilbronn Migration: Auswanderung nach Amerika zu Beginn des 19. Jahrhunderts als szenisches Spiel am Beispiel von Ulrich Maiers „Seelenverkäufer im Neckartal“

Szenisches Spiel „Seelenverkäufer“ nach dem Roman von U. Maier

Das hier dargestellte Modul versteht sich als Ergänzung bzw. Alternative (bei fehlender Möglichkeit einer vertieften Beschäftigung mit der historischen Dimension) zu den bereits bestehenden Modulen  Migration: Auswanderung nach Amerika - politische und wirtschaftliche Gründe und  Nach Amerika auswandern – oder doch bleiben? Im Rollenspiel auf der Basis von Auswandererbriefen eine Entscheidung treffen .

Gedacht ist an Klassen – z.B. im Bereich der beruflichen Schule – die die aktuelle Migrationsfrage unter Einbezug der historischen Grundlagen in knapp bemessenem Zeitrahmen erarbeiten möchten.

Bad Wimpfen

Die Abschiebung der Wimpfener Ortsarmen nach Amerika im Jahr 1854/55 im Spiegel der amerikanischen Presse

Kopf der Allgemeinen Auswanderungs-Zeitung,
Jahrgang 1855.

Die anhaltende Wirtschaftskrise in den 50er Jahren des 19. Jahrhunderts und steigende Soziallasten veranlassten die Stadt Wimpfen 1854, einen Großteil ihrer Ortsarmen und Unterstützungsempfänger auf Gemeindekosten nach Amerika abzuschieben. Die skandalösen Umstände der Aktion und der desolate Zustand der in New Orleans angelandeten Wimpfener führten dort zu einem Aufschrei der Empörung und Protestschreiben nach Wimpfen.

Schülerinnen und Schüler setzen sich mit den Hintergründen dieser besonderen Form der Zwangsmigration auseinander und bewerten die Reaktionen in der deutschsprachigen Presse der Vereinigten Staaten im Frühjahr 1855.

Die Unterrichtshinweise und Materialien differenzieren in Umfang, Anspruch und Arbeitsanregungen nach Niveaustufen und ziehen Möglichkeiten einer weiteren Vertiefung in Sekundarstufe II mit ein.

 


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Herausgeber: Landesbildungsserver Baden-Württemberg
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