Gefallenengedenken und Erinnerungskultur nach dem Ersten Weltkrieg: Das Kriegerdenkmal in Stuttgart-Münster

Dr. Michael Hoffmann

Kompetenzzentrum für geschichtliche Landeskunde
in Zusammenarbeit mit Melanie Stumpf (Fachberater RP Stuttgart), Franz-Martin Löhle (Fachberater RP Stuttgart) und dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

Kriegerdenkmal in Stuttgart-Münster, Vorderseite

B 1 Kriegerdenkmal in Stuttgart-Münster, Vorderseite © Michael Hoffmann

Kurzbeschreibung der Einheit/des Moduls:

Das 1923 geweihte Kriegerdenkmal in Stuttgart-Münster ermöglicht in mehrerlei Hinsicht historisches Lernen am außerschulischen Lernort. Zunächst lassen sich an ihm Merkmale des Gefallenengedenkens nach dem Ersten Weltkrieg (Sinngebung, Bedeutung der Heimatgemeinde) erschließen. Dabei hebt es sich durch seine pazifistische Gestaltung (Aufschrift: Nie Wieder Krieg) von den üblichen, eher patriotisch-sinnstiftenden Denkmaltypen ab und verweist auf eine durchaus heterogene Erinnerungskultur in der Weimarer Republik. Auch im nationalsozialistischen Stuttgart war das Denkmal nochmals heftig umstritten. Schülerinnen und Schüler erfahren daher in der Auseinandersetzung mit der Geschichte dieses Denkmals den Konstruktcharakter der Geschichte an sich, da das Ereignis Erster Weltkrieg durchaus unterschiedlich gedeutet und erinnert worden ist.
  1 Hintergrund
    Bedeutung
    Geschichte
    Anlage
  2 Methodenvorschlag
    Lernorterkundung
    Behandlung des Themas in der Schule
  3 Materialien und Medien
    Übersicht
  4 Service
    Praktische Tipps, Literatur