Im Großen Krieg: Hardheimer Bürger im Ersten Weltkrieg

Methodenvorschlag

Verlaufsplanung mit Materialien

 

Zeit/
Phase
Inhalte/
methodische Hinweise
Material
G M E (G8/G9)
1. Doppelstunde
E Konfrontierung mit dem Unterrichtsgegenstand
Die Schülerinnen und Schüler betrachten die Vorderseiten der beiden Feldpostkarten (zwei Kinder, die an ihren Vater im Krieg denken sowie eine Frau mit ihrer Tochter, die an ihren Mann im Krieg denkt) und beschreiben, was abgebildet ist. Ergänzend können auch die Rückseiten der beiden Feldpostkarten gezeigt werden. Die Lernenden erkennen so evtl. leichter, dass es sich um Postkarten handelt. (UG)
(Hinweis: Transkriptionen (D1) der beiden Feldpostkarten für die Lehrkraft sind vorhanden.)
Die Schülerinnen und Schüler erhalten die Information, dass es sich um Feldpostkarten aus dem Ersten Weltkrieg handelt, die der aus Distelhausen stammende Soldat Konstantin Häfner (B43) an seine Frau Babette geschrieben hat.
• Stillarbeitsphase zur Bedeutung und zum Zweck von Feldpostkarten (PA oder GA)
• Sammlung der Ergebnisse/Vermutungen an der Tafel (UG)
Je nach Größe der Lerngruppe erhalten mehrere Schülerinnen und Schüler jeweils ein Feldpostkartenmotiv aus einer der beiden Motivserien.
• Zusammenfügen der beiden Motivserien in der richtigen Reihenfolge. (GA)
• Sammlung von Vermutungen über die Aussageabsicht und -wirkung der beiden Kartenserien (UG)
(Hinweis: Eine Übersicht zur korrekten Motivabfolge (D2) der Feldpostkarten für die Lehrkraft sind vorhanden.)

Alternative:
Es kann auch über ein kurzes Brainstorming zum Thema „Medien“ eingestiegen werden. Ziel sollte es dabei sein, den Schülerinnen und Schülern zu verdeutlichen, dass moderne Massenmedien während des Ersten Weltkriegs noch so gut wie nicht vorhanden waren und Informationen fast ausschließlich über Briefe, Zeitungen und Fotos übermittelt wurden. (UG)

B 2
B 9

B 1
B 8

 

 

d1

 

 

 

 

 

B 2, B 3, B 4, B 5, B 6, B 7, B 9, B 10, B 11, B 12, B 13, B 14

d2

B 2
B 9

B 1
B 8

 

 

d1

 

 

 

 

 

B 2, B 3, B 4, B 5, B 6, B 7, B 9, B 10, B 11, B 12, B 13, B 14

d2

 

B 2
B 9

B 1
B 8

 

 

d1

 

 

 

 

 

B 2, B 3, B 4, B 5, B 6, B 7, B 9, B 10, B 11, B 12, B 13, B 14

d2

 

EA Die Schülerinnen und Schüler erhalten AB_1 und AB_2, um sich mit den Bildquellen Feldpostkarte und Foto in Gruppenarbeit (max. 5 Mitglieder) genauer zu beschäftigen. Mehrere Gruppen bearbeiten dabei dieselben Inhalte (arbeitsgleiche Gruppenarbeit). (GA)

Differenzierung:
Die Feldpostkarten sind schwieriger zu analysieren als die Fotos. Hier kann durch eine gezielte Gruppeneinteilung differenziert werden.
Denkbar ist auch der Austausch unter den arbeitsgleichen Gruppen während der Erarbeitungsphase.

• Erstellen der Plakate, dabei werden die Postkarten bzw. Fotografien aufgeklebt. (GA)

ab1g

ab2g

 


B 15
, B 16, B 17, B 18, B 19, B 20, B 21, B 22, B 23, B 24, B 25, B 26, B 27, B 28, B 29, B 30, B 31, B 32

ab1m

(ab1-lh)

ab2m


B 15
, B 16, B 17, B 18, B 19, B 20, B 21, B 22, B 23, B 24, B 25, B 26, B 27, B 28, B 29, B 30, B 31, B 32

ab1e

(ab1-lh)

ab2e


B 15
, B 16, B 17, B 18, B 19, B 20, B 21, B 22, B 23, B 24, B 25, B 26, B 27, B 28, B 29, B 30, B 31, B 32

ES Die Schülerinnen und Schüler präsentieren ihre Plakate der Klasse.
• Sammlung der wichtigsten Informationen an der Tafel (UG)
Plakate Plakate Plakate
2. Doppelstunde
E Konfrontierung mit dem Unterrichtsgegenstand
Die Schülerinnen und Schüler betrachten die Foto-Collage der Menschen aus Hardheim, beschreiben die abgebildeten Personen (Anna Käflein und ihre vier Töchter, Karl Käflein als Sanitätssoldat, Alois Kemmerer als Infanterist und Lidwina Kemmerer als Rot-Kreuz-Schwester) und nennen ihre ersten Eindrücke. (UG)
Die Schülerinnen und Schüler erhalten die Information, dass es sich bei den abgebildeten Personen um Bürgerinnen und Bürger (zwei Familien) aus Hardheim handelt, die den Ersten Weltkrieg an der Front und in der Heimat miterlebt haben.
B 37 B 37 B 37
EA1 Die Lerngruppe wird in vier Gruppen mit max. 5 Mitgliedern eingeteilt (evtl. können die Gruppen auch doppelt besetzt werden).
Jede Gruppe (Expertengruppe) bekommt eine Person aus der Foto-Collage zugelost und erhält die dazugehörigen Arbeitsmaterialien und den Arbeitsauftrag. (GA)

Differenzierung:
Die Arbeit mit den Materialien zu Karl Käflein (Gruppe 3) ist umfangreicher und etwas komplexer als in den anderen Gruppen. Hier kann durch eine gezielte Gruppeneinteilung differenziert werden.

Gruppe 1: Alois Kemmerer (AB_3)

Gruppe 2: Lidwina Kemmerer (AB_4)

Gruppe 3: Karl Käflein (AB_5, AB_6 [Infoblatt Nachzeichnung Kriegseinsatz], AB_7 [Einsatzorte während des Krieges – Karte])




Gruppe 4: Anna Käflein (AB_8)

Jede Expertengruppe bearbeitet die ihr zugeteilten Aufgaben und die Gruppenmitglieder erstellen gemeinsam eine Präsentation und ein Plakat zu ihrem Thema.

(Hinweis: Für die Lerngruppen im G- und M-Niveau sind bei Bedarf Tipps für die Steckbrieferstellung vorhanden.)

 

 

 

 

 

 

 

 

ab3g

ab4g


ab5g, ab6, ab7g,
(ab7-lh)

 

ab8g

 

 

Plakate

 

ab9

 

 

 

 

 

 

 

 

ab3m

ab4m


ab5m
, ab6, ab7m, (ab7-lh)

 

ab8m

 

 

Plakate

 

ab9

 

 

 

 

 

 

 

 

ab3e

ab4e


ab5e
, ab6, ab7e, (ab7-lh)

 

ab8e

EA2 Die Plakate der einzelnen Expertengruppen werden verteilt im Klassenzimmer aufgehängt und die Schülerinnen und Schüler der Expertengruppen per Los auf neue Präsentationsgruppen verteilt. In jeder Gruppe befindet sich somit mindestens ein Experte bzw. eine Expertin für jedes Plakat (Thema).

Jede Präsentationsgruppe wird nun einem Plakat (Thema) zugeteilt, vor dem sie sich versammelt. Für die Präsentation durch die jeweiligen Experten wird eine bestimmte Zeit vorgegeben und ein akustisches Signal vereinbart. Das Signal startet den „Museumsrundgang“. Ertönt das Signal wieder, bewegt sich jede Gruppe z.B. im Uhrzeigersinn zum nächsten Plakat (Thema) weiter. Während der Präsentation können die Zuhörer Fragen an den jeweiligen Experten stellen. Auch die Experten können zwecks Wiederholung Fragen an die Gruppe richten. (GA)
Plakate Plakate Plakate
ES Die Schülerinnen und Schüler schreiben jeweils zu den drei Themen/Personen, die sie nicht als Experten bearbeitet haben, eine schriftliche Zusammenfassung. (EA)      

 


- Arbeitskreis Landeskunde/Landesgeschichte an der ZSL-Regionalstelle Mannheim -


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