Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg -

Alltagsleben in der NS-Diktatur – Zustimmung, Unterdrückung und Widerstand

Ort/Region

Kurzbeschreibung

Frühe Verfolgung Andersdenkender

 Überlingen
Zwangsarbeit im Überlinger Stollen und die Erinnerung daran

KZ-Friedhof bei Birnau (2017)

Das Modul für die Sekundarstufe I setzt sich mit der NS-Zwangsarbeit im Überlinger Stollen auseinander. Am regionalgeschichtlichen Beispiel können allgemeine Merkmale von Zwangsarbeit herausgearbeitet und übertragen werden. Des Weiteren steht die Diskussion, ob und wie an die Zwangsarbeit heute erinnert werden soll bzw. kann, im Zentrum. Die Schülerinnen und Schüler erhalten die Möglichkeit, einen eigenen Mahnmalentwurf zu gestalten und ihn auf die Aussageabsicht im Bezug zu den bereits erarbeiteten historischen Fakten zu überprüfen. Alle Materialien sind nach Niveaustufen differenziert.
Ulm

Das KZ Oberer Kuhberg bei Ulm – der NS-Terror wird entfesselt

Der Zugang zum KZ Oberer Kuhberg am 1. Mai 1934

Die Schülerinnen und Schüler lernen das KZ Oberer Kuhberg als frühes Lager der NS-Diktatur kennen: Die Hintergründe der frühen Verfolgungen im NS-Staat (Haftgründe, Häftlinge, Haftbedingungen und Propaganda) spielen die zentrale Rolle in der ersten Doppelstunde, die auf einen Besuch des Lernorts vorbereiten soll. Die zweite Doppelstunde widmet sich der Reflexion des Häftlingsalltags sowie einer Verortung der sog. „frühen Lager“ in der Geschichte des Nationalsozialismus. Das Modul enthält Material auf unterschiedlichen Komplexitätsstufen und differenziert darüber, dass Schüler unterschiedlich umfassende Aufgaben gestellt bekommen, die sie in der gleichen Zeit absolvieren.

Verfolgung jüdischer Mitbürger

Haigerloch
Eine hohenzollerische Kleinstadt und die Schoah: Die jüdische Gemeinde Haigerloch 1933 bis 1942

Letztes Kapitel eines Leidensweges: Der Bahnhof Haigerloch

Das Unterrichtsmodul thematisiert die Frage, wie sich die antisemitische Politik der Nationalsozialisten in einer schwäbischen Kleinstadt durchsetzte und konkretisierte, wo sie an ihre Grenzen stieß und wie sich auch die Einwohner Haigerlochs in die Fragen nach Schuld und Verantwortung für die Verbrechen der Schoah verstrickten.

In der ersten Doppelstunde verdeutlicht das Schicksal der jüdischen Familie Spier auf ergreifende Weise, dass die Entscheidung auszuwandern oder in Haigerloch zu bleiben in dem Spannungsfeld von Ablehnung und Solidarität durch nichtjüdische Mitbürger, von lokaler Verwurzelung und staatlicher Repression gefällt werden musste.

Außenlager des KZ Natzweiler-Struthof

Bisingen
Das KZ-Außenlager Bisingen – Entgrenzung und Erinnerung
 

"Wüste"-Werk 2 und KZ Bisingen (gesamt)  vom 16.04.1945

... Mithilfe des Moduls erfahren die Schülerinnen und Schüler, was sich in Bisingen ereignet hat, unter welchen Bedingungen das Lager existiert hat und wie es von Häftlingen, Tätern und Dorfbewohnern wahrgenommen wurde, und lernen so den Begriff des „entgrenzten Terrors“ kennen.

Außerdem beschäftigt sich das Modul mit dem Schweigen und der Aufarbeitung nach 1945 und zeigt, wie die Gemeinde Bisingen den „Mut zur Verantwortung“ gefunden hat.

 

 

letzte Änderung: 2017-01-23